🚧 Kreis Görlitz bündelt Millionen für Ortsstraßen – Auftakt 2026 in Sohland am Rotstein

📰 Überblick: Der Landkreis Görlitz startet 2026 eine Investitionsoffensive im Straßenbau. Den Auftakt bildet im Frühjahr der erste Bauabschnitt auf der Kreisstraße durch Sohland am Rotstein. Im Fokus stehen kritische Ortsdurchfahrten, doch viele Details zu den Folgemaßnahmen sind noch offen.

🚧 Problemstelle Sohland am Rotstein: Acht Kilometer schlängelt sich die Straße durch den Ort – ohne durchgängigen Gehweg, mit Bodenwellen und Engstellen. Das belastet Anwohner, Pendler und die Verkehrssicherheit spürbar. Der Sanierungsstart gilt vielen als überfällig, ersetzt jedoch keinen Gesamtplan für eine durchgehende Entlastung.

🏗️ Erster Bauabschnitt und offene Fragen: Der erste Bauabschnitt in Sohland ist für das Frühjahr 2026 terminiert. Welche Teilstücke danach folgen, in welcher Reihenfolge gebaut wird und wie stark der Verkehr eingeschränkt sein wird, ist noch nicht abschließend festgelegt. Ohne belastbare Etappenziele drohen Verzögerungen – mit entsprechendem Vertrauensverlust bei den Betroffenen.

📍 Was Anwohner und Gewerbe brauchen: Für die Bauphasen sind frühzeitige, verlässliche Informationen entscheidend. An erster Stelle stehen praktikable Umleitungen, klare Zeitangaben und transparente Kommunikation der Abläufe.

  • Frühzeitige Umleitungskonzepte
  • Verbindliche Zeit- und Etappenvorgaben
  • Kontinuierliche, transparente Kommunikation

🚦 Sicherheit und Erreichbarkeit im Bau: Angesichts bekannter Engstellen und fehlender Gehwege muss der Ausbau so geplant werden, dass Sicherheit und Erreichbarkeit in allen Phasen gewährleistet bleiben. Der Bauablauf sollte Beeinträchtigungen minimieren und zugleich klare Prioritäten für neuralgische Abschnitte setzen.

💶 Finanzrahmen 2025 2026: Die Landesdirektion Sachsen hat den Doppelhaushalt genehmigt, damit sind Investitionen in Kreisstraßen möglich. Der Ergebnishaushalt umfasst 759 Millionen Euro für 2025 und 801 Millionen Euro für 2026. 2025 sind rund 169 Millionen Euro an Investitionen vorgesehen, ein Großteil für den Breitbandausbau; 2026 sinkt das Investitionsvolumen auf etwa 40 Millionen Euro, weil der Breitbandausbau ausläuft. Umso wichtiger ist eine strikte Priorisierung, damit Mittel gezielt in marode Ortslagen fließen.

🧭 Priorisierung und Steuerung: Gefragt sind klare Bauprioritäten, ein realistischer Ablaufplan und verbindliche Kosten- und Zeitkorridore. Nüchterne, regelmäßige Lageberichte an Öffentlichkeit und Kreistag schaffen Verlässlichkeit. So lassen sich Bauzeit- und Kostenrisiken konsequent steuern.

📈 Fazit: Der Baustart in Sohland ist ein notwendiges Signal – mehr nicht. Konservativ gedacht zählt nun Disziplin: klare Prioritäten, verlässliche Zeit- und Kostenpläne sowie strikte Projektsteuerung. Erst wenn Abschnitte mit Gehwegen, tragfähigen Fahrbahnen und entschärften Engstellen fertig sind, entsteht ein realer Standortvorteil für den ländlichen Raum.

🗨️ Kommentar der Redaktion: Ankündigungen lindern keine Schlaglöcher. Wer Vertrauen will, muss liefern – mit Etappenzielen, die messbar sind, und Terminen, die halten. Ohne harte Priorisierung und transparente Steuerung drohen Verzögerungen und Kostenaufwüchse. Der finanzielle Spielraum ist vorhanden, also müssen die neuralgischen Ortslagen zuerst bedient werden. Maß und Mitte heißen jetzt: bauen, was nötig ist, in der Reihenfolge, die wirkt.

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