🏗️ Fortschritt und Fragezeichen Im Westen der Oberlausitz-Stadt Löbau entsteht ein neues Gewerbeareal, das bis Ende 2026 zusätzliche Betriebe aufnehmen soll. Erste Flächen sind erkennbar erschlossen, ein erstes Unternehmen hat sich bereits festgelegt. Gleichzeitig mehren sich Hinweise, dass der ambitionierte Fahrplan ins Rutschen geraten könnte. Der aktuelle Projektstand ist damit von einer Mischung aus Fortschritt und Terminrisiken geprägt.
🧭 Lage und Rahmen Löbau West II liegt am nordwestlichen Stadtrand und ist verkehrlich von der B6 Richtung Dresden/Görlitz, der B178 mit Anschluss an die A4 sowie der Bahnstrecke Dresden–Görlitz–Breslau eingefasst. Insgesamt stehen rund 432.000 Quadratmeter kommunaler Gewerbeflächen zur Verfügung. Der Bahnhof Löbau ist etwa zwei Kilometer entfernt, die A4 rund 15 Kilometer. Mit Blick auf die geplante Ansiedlung des Deutschen Zentrums für Astrophysik nahe Görlitz betont die Stadt die strategische Lage im Dreiländereck.
🛣️ Erschließung vor Ort Vor Ort schreiten die Erschließungsarbeiten sichtbar voran: Straßen- und Wegeverbindungen zeichnen sich ab. Vorgesehen sind Bausteine, die das Areal logistisch belastbar machen sollen:
- Abstellflächen für Lkw
- ein Winterdienst-Depot (Salzlager)
- ein neuer Kreisel als Knotenpunkt der inneren Erschließung
💼 Standortvorteile für Investoren Für Investoren sprechen die kurzen Wege zu den Bundesstraßen B6 und B178, die Nähe zur A4, die Anbindung an den Regionalbahnverkehr sowie die kommunale Verfügbarkeit der Flächen. Damit positioniert sich Löbau als mittelstandsfreundlicher Standort in der Oberlausitz mit regionaler Ausstrahlung.
⏱️ Terminplan unter Druck Trotz der baulichen Fortschritte ist der Zeitplan nicht mehr in Stein gemeißelt. Entscheidend ist nun, dass die Stadt Prioritäten setzt: eine verlässliche Erschließungsetappe, transparente Meilensteine und ein nüchterner Blick auf Kosten und Nutzen. Ohne Disziplin bei Bau und Vergabe droht der bekannte Zielkonflikt aus Verzögerungen und schwindender Investorenbereitschaft.
📈 Ausblick Als klassisches Infrastrukturprojekt vereint Löbau West II solide Lage, klaren Zuschnitt und erste Nachfrage – jedoch mit Terminrisiko. Mit einer stringenten Ansiedlungsstrategie und belastbaren Fristen kann das Areal die regionale Wirtschaft stärken.
🗨️ Kommentar der Redaktion Die Stadt muss liefern, nicht versprechen. Wer bis Ende 2026 Flächen anbieten will, braucht belastbare Etappen und eine straffe Vergabe. Marketing ersetzt keine Termine: Transparenz über Meilensteine und Kosten ist Pflicht. Jede Verzögerung schwächt die Glaubwürdigkeit und verschreckt Investoren. Besser solide und pünktlich als groß und wackelig.

