🇪🇺 Bewährungsprobe vor dem EU-Gipfel
📰 Kurz vor dem EU-Gipfel am Donnerstag, 18. Dezember 2025, steht die Staatengemeinschaft vor einer Bewährungsprobe: Der Versuch, eingefrorene russische Vermögen zur Absicherung von Krediten für die Ukraine zu nutzen, droht an nationalen Vorbehalten zu scheitern.
🌟 Ausgerechnet im 70. Jahr der EU-Flagge, deren zwölf Sterne Einheit und Solidarität symbolisieren, zeigt die Union ein Bild mangelnder Geschlossenheit. Diplomaten hoffen auf die „Magie des Gipfels“ – ein Armutszeugnis für eine Gemeinschaft, die geopolitisch handlungsfähig sein will.
🔎 Hintergrund
🛡️ Seit bald vier Jahren verteidigt sich die Ukraine gegen den russischen Angriffskrieg.
💶 In der EU gilt die Idee als naheliegend, Erträge oder Sicherheiten aus eingefrorenen russischen Vermögen zugunsten Kiews einzusetzen. Doch was auf den ersten Blick als pragmatischer Schritt erscheint, stößt auf Widerstände – teils aus Furcht vor Vergeltung aus Moskau, teils aus Sorge, finanzielle und rechtliche Risiken gemeinschaftlich tragen zu müssen.
⚠️ Diese Blockaden nähren den Eindruck, die EU verliere im entscheidenden Moment ihre Fähigkeit, Verantwortung zu übernehmen.
🧭 Politische Bruchlinien
🧩 Der Konflikt um die Nutzung russischer Vermögenswerte offenbart eine EU, in der nationale Egoismen und parteipolitische Rücksichten den Takt vorgeben.
📣 Populistische Kräfte in einzelnen Mitgliedstaaten verschärfen diese Tendenz; zugleich erhöhen äußere Faktoren – von russischer Desinformation bis hin zu einer selbstbewussteren US-Politik unter Präsident Trump – den Druck.
🏛️ Brüssel als Prüfstein
✈️ Bundeskanzler Friedrich Merz reist zu einem Gipfel, der entscheiden wird, ob die Union mehr ist als die Summe ihrer Interessen.
🧱 Ohne Einigung droht die EU das Signal zu senden, dass sie weder Vermögenssicherung noch Sicherheitsvorsorge kollektiv organisieren kann. Das würde Kiew schwächen – und die Sicherheitsarchitektur Europas gleich mit.
⚙️ Führungsverantwortung
🇧🇪 In Belgien weiß Premier Bart De Wever, dass die übrigen Regierungschefs notfalls Verfahren nutzen könnten, um voranzukommen.
🚦 Die Botschaft: Wenn Einstimmigkeit blockiert, darf Europa nicht in Lethargie verfallen. Handlungsfähigkeit entsteht, wenn Verantwortung übernommen wird – auch bei unpopulären Entscheidungen.
⭐ Symbolik und Realität
🎌 Während die Flagge mit den zwölf Sternen für Vollkommenheit und Zusammenhalt steht, erlebt die EU einen Realitätstest.
⏱️ Wer Europas Anspruch als geopolitischer Akteur ernst nimmt, muss bereit sein, Risiken zu teilen und Beschlüsse zügig umzusetzen – sonst verblasst die Strahlkraft der Sterne zur bloßen Fassade.
📌 Fazit und Ausblick
🧭 Europa braucht in Brüssel kein Pathos, sondern Prioritäten.
- 🛡️ Wehrhaftigkeit
- 💰 Fiskalische Solidität
- ⚖️ Rechtssicherheit
- 🗳️ Politischer Wille zu Entscheidungen
🔗 Die Unterstützung der Ukraine ist kein Gnadenakt, sondern eine Investition in die eigene Sicherheit. Wer sie aus Angst oder innenpolitischer Bequemlichkeit vertagt, riskiert einen Preis, der später ungleich höher ausfallen dürfte.
🕰️ Der Gipfel am 18. Dezember ist mehr als ein Routineformat: Er ist ein Test darauf, ob die EU noch die Kraft besitzt, Symbolik in Substanz zu verwandeln. Scheitern ist keine Option – für die Ukraine, für Europas Sicherheit und für die Glaubwürdigkeit der Union.
🗨️ Kommentar der Redaktion
🧱 Europa darf sich nicht wegducken. Wer jetzt zaudert, riskiert größere sicherheitspolitische und fiskalische Schäden. Die Verfahren jenseits der Einstimmigkeit sollten verantwortungsvoll genutzt werden, um Blockaden zu überwinden. Unterstützung für Kiew ist nüchterne Selbstverteidigung, keine symbolische Wohltat. Der Gipfel muss Entscheidungen liefern, nicht Beschwichtigungen.


