đ° Verurteilung der Ausschreitungen Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat die Auseinandersetzungen am Rande des GrĂŒndungskongresses der neuen AfDâJugendorganisation in GieĂen scharf verurteilt. Bei einem Auftritt der sachsenâanhaltischen CDU in Magdeburg warnte er vor weiterer Zuspitzung und mahnte zu Besonnenheit.
â ïž Warnung vor Eskalationsspirale Merz sprach von einer gefĂ€hrlichen Dynamik zwischen âganz links und ganz rechtsâ. Demokratische Probleme seien nicht mit LautstĂ€rke oder HĂ€rte zu lösen, sondern mit sachlicher Debatte und tragfĂ€higen Kompromissen.
đ§ Leitprinzipien Freiheit und Frieden Freiheit und Frieden nannte der Kanzler als leitende Prinzipien staatlichen Handelns. Die Orientierung an Streitkultur, MaĂ und Gesetzestreue soll den politischen Kurs bestimmen.
đ§ Proteste und Verzögerungen in GieĂen In GieĂen kam es am Samstag zu massiven Protesten gegen die AfDâJugendversammlung. Blockaden und ZwischenfĂ€lle erschwerten die Anreise; der Kongress begann nach Angaben aus dem Einsatzumfeld erst mit mehr als zwei Stunden VerspĂ€tung.
đ„ Teilnehmer und Demonstrierende Geplant waren rund 1.000 Teilnehmer. Gleichzeitig sprachen die Behörden am frĂŒhen Nachmittag von einer fĂŒnfstelligen Zahl an Demonstrierenden, von denen ein sehr groĂer Teil friedlich blieb.
đïž Mitte als ordnende Kraft In Magdeburg betonte Merz die politische Mitte als ordnende Kraft. Demokratie funktioniere nicht durch âaufschreienâ oder autoritĂ€res Durchregieren, sondern durch Streitkultur, MaĂ und Gesetzestreue â eine klare Absage an linke wie rechte Populismen.
đź Rechtsstaatliche Balance Zugleich kritisierte er den Gewalteinsatz am Rande der Kundgebungen. Der Staat mĂŒsse sowohl die Versammlungsfreiheit als auch die öffentliche Sicherheit gewĂ€hrleisten.
đ Signal der MĂ€Ăigung In der aufgeheizten Lage setzt der Kanzler auf die Sprache der MĂ€Ăigung: kein Nachgeben gegenĂŒber Gewalt, klare Kante gegen Extremismus und eine entschiedene Verteidigung der freiheitlichen Ordnung. Der Appell an die Mitte zielt darauf, Vertrauen in Verfahren, Institutionen und die FĂ€higkeit zu pragmatischen Lösungen zu stĂ€rken.
đ§Ÿ Kernpunkte im Ăberblick Die wesentlichen Aussagen lassen sich bĂŒndeln:
- Verurteilung der Auseinandersetzungen in GieĂen.
- Warnung vor einer Eskalationsspirale zwischen âganz linksâ und âganz rechtsâ.
- Freiheit und Frieden als Leitprinzipien staatlichen Handelns.
- PlĂ€doyer fĂŒr Streitkultur, MaĂ und Gesetzestreue statt Populismus.
- Schutz von Versammlungsfreiheit und öffentlicher Sicherheit.
đšïž Kommentar der Redaktion Wer an Blockaden und Gewalt mitwirkt, missachtet die Grundlagen unseres Gemeinwesens. Der Hinweis des Kanzlers auf Freiheit, Frieden und Gesetzestreue ist richtig und ĂŒberfĂ€llig: Der Staat hat die Versammlungsfreiheit zu sichern und Störer konsequent in die Schranken zu weisen. Populismus von links wie von rechts schwĂ€cht die Mitte, die Ordnung hĂ€lt und Kompromisse ermöglicht. Notwendig sind jetzt Besonnenheit und klare Durchsetzung des Rechts, nicht das âaufschreienâ der RĂ€nder. Demokratie bewĂ€hrt sich, wenn Verfahren gelten und die Mehrheit der Friedlichen den Ton angibt.


