DAS NEUSTE

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πŸ›‘οΈ Kolping zieht rote Linie: AfD-Mitgliedschaft fortan unvereinbar

πŸ“° Kolping beschließt Unvereinbarkeit mit AfD

πŸ“£ Am Sonntag hat Kolping Deutschland auf seiner Bundesversammlung bekrΓ€ftigt, dass eine Mitgliedschaft in der AfD mit der ZugehΓΆrigkeit zum Verband nicht vereinbar ist. Der Beschluss fiel mit ΓΌberwΓ€ltigender Mehrheit; zugleich wurde die Satzung so geΓ€ndert, dass Mitglieder ausgeschlossen werden kΓΆnnen, deren vertretene Überzeugungen den GrundsΓ€tzen des Verbandes widersprechen.

🧭 Begründung: Menschenwürde und Soziallehre

πŸ“œ Zur BegrΓΌndung verweist Kolping auf die katholische Soziallehre und die unverΓ€ußerliche WΓΌrde des Menschen. Bereits im Februar 2024 hat die Deutsche Bischofskonferenz klargestellt, dass vΓΆlkischer Nationalismus mit dem christlichen Gottes- und Menschenbild unvereinbar ist; insbesondere in der AfD dominiere inzwischen eine vΓΆlkisch-nationalistische Gesinnung.

πŸ”— Kirchlicher Schulterschluss

🀝 Mehrere katholische VerbÀnde und Laienvertretungen haben diese Linie aufgegriffen und eigene Unvereinbarkeitsbeschlüsse gefasst. Kolping reiht sich mit seinem Votum in diese breitere Bewegung ein.

βš–οΈ SatzungsΓ€nderung im Detail

πŸ“‘ Die neue Regelung schafft die formale Grundlage, Mitglieder auszuschließen, β€žwenn sie in Wort und Tat zum Ausdruck bringenβ€œ, an Positionen festzuhalten, die dem Leitbild und den Werten des Verbandes widersprechen. Damit verpflichtet Kolping zur Klarheit: Wer AfD-Mitglied ist, kann nicht zugleich Mitglied bei Kolping bleiben.

πŸ—£οΈ Deutliche Worte der Bundesvorsitzenden

πŸ’¬ Die scheidende Bundesvorsitzende Ursula Groden‑Kranich begrΓΌndete den Schritt mit klaren Worten: Wer die WΓΌrde des Menschen und die Grundwerte des Evangeliums ernst nehme, kΓΆnne keine Politik unterstΓΌtzen, β€ždie ausgrenzt, spaltet und Angst schΓΌrtβ€œ.

πŸ›οΈ SelbstverstΓ€ndnis des Verbandes

🧭 Kolping versteht sich als demokratisch verfasster Verband, der sich zu den Werten des Grundgesetzes bekennt und für Demokratie, Vielfalt und Menschenwürde eintritt. Mit rund 200.000 Mitgliedern und etwa 10.000 Mitarbeitenden unterstreicht der Beschluss die âffentliche Haltung eines großen katholischen Sozialakteurs.

πŸ”Ž Einordnung und Signalwirkung

πŸ“Œ Der Beschluss markiert eine klare Grenzziehung zwischen christlich-sozialer Verbandsarbeit und einer Partei, deren zentrale Positionen Kolping als unvereinbar mit MenschenwΓΌrde und katholischer Soziallehre bewertet. Er fΓΌgt sich in eine kirchliche und verbandliche Bewegung ein, die Rechtsextremismus und vΓΆlkischen Nationalismus ausdrΓΌcklich zurΓΌckweist und den Mitgliedern eine eindeutige Orientierung gibt: Politisches Engagement ist willkommen – jedoch nur im Einklang mit den Grundwerten des Verbandes.

πŸ—¨οΈ Kommentar der Redaktion

🧷 Dieser Beschluss ist konsequent, überfÀllig und im besten Sinne konservativ: Er schützt das überlieferte Fundament von Menschenwürde und Rechtsstaat. Wer Werte ernst nimmt, muss Grenzen ziehen, wo Ideologien spalten und Angst instrumentalisieren. Ein Verband, der sich zu Grundgesetz und christlicher Soziallehre bekennt, darf keine Doppelmitgliedschaft zulassen, die diesen MaßstÀben widerspricht. Klarheit schafft Orientierung und bewahrt Glaubwürdigkeit. Kolping sendet damit ein deutliches Signal: Verantwortung vor Freiheit, Prinzipien vor Parteitaktik.

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