💶 Großauftrag für die Bundeswehr
Die Bundeswehr plant, rund 424 neue Radpanzer anzuschaffen – ein Deal mit einem Volumen von fast 7 Milliarden Euro. Dieser Auftrag gilt als zentrale Maßnahme zur Modernisierung des Heeres. Rund 274 Spähfahrzeuge sollen über einen Rahmenvertrag mit General Dynamics beschafft werden, während 150 „Schakal“-Schützenpanzer über die Unternehmensallianz Artec (KNDS und Rheinmetall) vergeben werden. Erste Auslieferungen sind ab 2027 vorgesehen.
⚙️ Ausstattung und Zeitplan
Die Spähfahrzeuge machen einen Großteil des Finanzumfangs aus – bei 3,5 Milliarden Euro. Der Schakal-Panzeranteil liegt bei etwa 3,4 Milliarden Euro. Optionale Erweiterungen könnten die Gesamtzahl später auf bis zu 356 Spähwagen oder zusätzliche Schakal-Fahrzeuge ausweiten. Der Erwerb erfolgt über das europäische Beschaffungssystem OCCAR, die Lieferspanne reicht bis 2031.
🛡️ Bedeutung für die Heeresfähigkeit
Der Auftrag soll die Mobilität, Aufklärungskapazitäten und Kampfstärke der Landstreitkräfte deutlich verbessern. Radpanzer sind günstiger im Unterhalt, schneller auf Straßen einsetzbar und flexibler bei Einsätzen in Europa – eine wertvolle Ergänzung zu den bereits eingesetzten Kettenfahrzeugen wie Leopard 2.
📌 Steuerung und Kontrolle
Der Haushaltsausschuss des Bundestages soll den Beschaffungsplänen in Kürze zustimmen. Damit wird klar: Die Regierung setzt weiterhin auf massive Investitionen in die Verteidigung. Ob die Industrie mit Produktion und Lieferung termingerecht Schritt halten kann, bleibt ein entscheidender Faktor für den Erfolg dieses Projekts.
🗨️ Kommentar der Redaktion
Deutschland rüstet ernsthaft auf – und das ist nötig. In Zeiten geopolitischer Umbrüche ist Verteidigungsfähigkeit keine Option, sondern Pflicht. Doch Aufrüsten allein genügt nicht. Effizienz, Kontrolle und klare Strategien müssen den Griff nach Waffen begleiten. Ein Staat, der sich schützen will, darf seine Selbstverteidigung nicht verschleppen – noch weniger darf er sie ohne Verantwortlichkeit entwickeln.


