đłď¸ Parteitag setzt auf Kontinuität
Die Linke im Landkreis Bautzen hat auf ihrem jßngsten Kreisparteitag ihre Vorsitzende im Amt bestätigt. Mit breiter Mehrheit votierten die Delegierten fßr eine weitere Amtszeit der bisherigen Kreisvorsitzenden, die damit ihr Mandat fortsetzen kann. Die Wahl gilt als Signal fßr Geschlossenheit in einer Phase, in der die Partei bundesweit mit schwächelnden Umfragewerten und internen Richtungsdebatten zu kämpfen hat.
đ Fokus auf soziale Themen und Kommunalpolitik
In ihrer Rede betonte die wiedergewählte Vorsitzende, dass die Linke im Landkreis Bautzen weiterhin als âsoziale Stimme der Regionâ auftreten wolle. Schwerpunkte der Arbeit sollen die Themen bezahlbarer Wohnraum, gerechte LĂśhne und ein stärkerer Ăśffentlicher Nahverkehr bleiben. Auch der Kampf gegen politische GleichgĂźltigkeit und rechtsextreme Tendenzen in Ostsachsen wurde hervorgehoben.
âď¸ Partei will regionalen Kurs festigen
Der Kreisverband der Linken zählt im Raum Bautzen zu den stabileren Strukturen der Partei in Sachsen. Trotz MitgliederrĂźckgang auf Landesebene will man vor Ort an praktischer Politik festhalten und stärker mit Gewerkschaften und sozialen Initiativen kooperieren. âWir mĂźssen dort sichtbar sein, wo Menschen echte Sorgen haben â nicht nur in Wahlkampfzeitenâ, sagte die Vorsitzende in ihrer Ansprache.
đš Zwischen Anspruch und Realität
Landespolitisch befindet sich die Linke in Sachsen weiter in der Opposition, kämpft aber darum, kommunal Boden gutzumachen. In mehreren Städten, darunter Bautzen und Hoyerswerda, will man zur Kommunalwahl 2026 eigene Kandidatenlisten aufbauen. Beobachter sehen in der Wiederwahl der Vorsitzenden ein Zeichen von Stabilität â und einen Versuch, Geschlossenheit nach innen zu demonstrieren.
đ¨ď¸ Kommentar der Redaktion
In Zeiten, in denen die Linke bundesweit um ihre Relevanz ringt, wirkt Bautzen wie ein kleiner Anker im Sturm. Kontinuität ist kein Selbstzweck, aber in einer zerrissenen Partei ein seltener Wert. Wenn die Linke in Sachsen Ăźberleben will, muss sie dort ansetzen, wo Politik noch Alltag bedeutet â im Gespräch mit den Menschen, nicht in den Schlagzeilen.


