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Grenzen gemeinsam gestalten
Der Städteverbund Kleines Dreieck hat die dritte Runde seiner Mikroprojektförderung eröffnet. Vereine, Verbände, Initiativen, Schulen und andere Einrichtungen aus Zittau, Bogatynia und Hrádek nad Nisou können bis zum 15. Januar 2027 Anträge für grenzüberschreitende Vorhaben einreichen, wenn Menschen aus mindestens zwei der drei Städte beteiligt sind.
Gefördert werden Mikroprojekte mit einem Gesamtbudget von 200 bis 2.000 Euro. Die Antragsteller dürfen die Förderung mit weiteren Finanzierungsquellen kombinieren. Über die eingereichten Vorschläge entscheidet der Trialog-Rat des Städteverbundes. Die Ausschreibung richtet sich an Einrichtungen, die ihren Sitz in einer der drei Mitgliedsstädte haben und ein gemeinsames Vorhaben über mindestens eine Grenze hinweg umsetzen wollen.
Als mögliche Themen nennt der Städteverbund Kultur, Sport, Bildung, Umwelt und Nachbarschaft. Bei der Bewertung achtet der Trialog-Rat nach Angaben der Stadtverwaltung Zittau vor allem auf den Nutzen für die Allgemeinheit, die aktive Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern, eine nachvollziehbare Finanzierungsplanung und einen positiven Beitrag zur Entwicklung des Städteverbundes. Damit reicht eine Idee aus nur einer Mitgliedsstadt nicht aus: Das Vorhaben muss Menschen aus mindestens zwei Städten einbeziehen.
Wer noch keinen Projektpartner gefunden hat oder Unterstützung bei der Antragstellung benötigt, kann sich an das Projektteam wenden. Nach der Medieninformation hilft das Team bei der Suche nach Partnern in den Nachbarstädten und bei der Weiterentwicklung einer Projektidee. Die erforderlichen Antragsunterlagen und weitere Informationen stellt der Städteverbund auf der Internetseite des Trialog-Projekts bereit.
Der neue Aufruf folgt auf eine Sitzung des Trialog-Rates am 5. Oktober 2026. Damals wählte das Gremium vier weitere Mikroprojekte für eine Förderung aus. Dazu gehören der „Grenzenlose Kindertag im Tierpark“, ein Projekt zu Krippenbau und Bräuchen im Dreiländereck, gemeinsame Entdeckungstouren zu Attraktionen der Nachbarstädte und eine „Andreasnacht ohne Grenzen“. Partner aus Bogatynia, Hrádek nad Nisou und Zittau sollen diese Vorhaben gemeinsam umsetzen. Der Städteverbund teilte außerdem mit, dass das Fördervolumen für die dritte Runde erhöht worden sei; eine konkrete Gesamtsumme nennt die Medieninformation nicht.
Die Mikroprojektförderung knüpft an das Bürgerbeteiligungsprojekt „Trialog im Dreiländereck“ an. Der Städteverbund führte es von 2022 bis 2025 mit Förderung der Robert Bosch Stiftung durch. Bürgerinnen und Bürger der drei Städte entwickelten dabei 152 Vorschläge in sieben Kategorien für die Zeit nach der Kohle. Die heutige Richtlinie soll zivilgesellschaftliche Projekte unterstützen, die Ideen aus dieser Vorschlagsliste aufgreifen.
Anträge für die dritte Runde müssen spätestens am 15. Januar 2027 eingereicht werden. Maßgeblich sind die Formulare und Hinweise, die der Städteverbund auf trialog.vision veröffentlicht; dort finden Interessierte auch weitere Angaben zum Projektaufruf und zu den Unterstützungsmöglichkeiten.
Trialog im Dreiländereck · Projektaufruf zur Mikroprojektförderung
Stadtverwaltung Zittau · Trialog im Dreiländereck