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Industrieareal am Bahnhof
Die Stadt Zittau hat die Flächen der früheren Phänomen- und späteren ROBUR-Werke am Bahnhof gekauft. Das mehr als 20.000 Quadratmeter große Areal zwischen Bahnhofstraße, Eisenbahnstraße und Marschnerstraße gehört damit der Stadt, nachdem der Stadtrat dem Erwerb mehrheitlich zugestimmt hatte.
Nach Angaben der Stadtverwaltung soll der Kauf nach Abschluss aller Formalitäten zu einem mittleren sechsstelligen Betrag vollzogen werden. Mit dem Erwerb kann Zittau über eine der letzten großen zusammenhängenden Entwicklungsflächen im Stadtgebiet selbst entscheiden. Das Gelände ist zugleich ein Stück Zittauer Industriegeschichte. Einige der vorhandenen Gebäude stehen unter Denkmalschutz, während andere Teile nach Einschätzung der Stadt möglicherweise nicht erhalten werden können.
Ein konkretes Vorhaben gibt es bereits für den öffentlichen Nahverkehr. Die Stadt Zittau, der Landkreis Görlitz und DB Regio Bus haben eine gemeinsame Absichtserklärung unterzeichnet. Sie wollen auf dem ehemaligen Werksgelände einen Busbetriebshof errichten. Nach der Mitteilung der Stadt sollen dafür ruinöse Bauwerke abgerissen werden. Geplant sind unter anderem eine Werkstatt, Abstellflächen für Busse und Ruhebereiche für die Beschäftigten.
Oberbürgermeister Thomas Zenker verbindet den geplanten Standort vor allem mit kurzen Wegen. In unmittelbarer Nähe des Bahnhofs könnten nach Darstellung der Stadt Leerfahrten vermieden und betriebliche Abläufe verbessert werden. Der neue Betriebshof wäre damit nicht nur eine Nachnutzung für einen Teil der Industriebrache, sondern würde auch den zentralen Verkehrsknoten der Stadt ergänzen. Ein Termin für den Baubeginn oder die Fertigstellung wurde in der Mitteilung noch nicht genannt.
Daneben prüft die Stadt eine weitere Nutzung der erhaltenen Hochbauten. Sie könnten als Ausstellungsflächen dienen, falls Zittau den Zuschlag für die Landesgartenschau 2032 erhält. Diese Möglichkeit ist noch keine beschlossene Ausführung: Sowohl die künftige Gestaltung des Areals als auch der Umgang mit den einzelnen Gebäuden müssen weiter geplant und mit den Anforderungen des Denkmalschutzes abgestimmt werden. Der Standort verbindet damit drei Aufgaben: die Sicherung erhaltenswerter Bausubstanz, die Neuordnung einer Industriebrache und die Vorbereitung einer dauerhaft nutzbaren Verkehrsfläche.
Mit dem Ankauf sind die späteren Bau- und Nutzungsschritte deshalb noch nicht entschieden. Die Stadt hat sich jedoch den Zugriff auf eine große Fläche in Bahnhofsnähe gesichert und kann die nächsten Konzepte nun auf eigenem Grund weiterentwickeln. Maßgeblich bleiben die noch ausstehenden Formalitäten des Kaufes sowie die Planungen für Busbetriebshof, Gebäudebestand und eine mögliche Landesgartenschau.
Stadt Zittau · Stadt Zittau kauft Phänomen / ROBUR-Flächen