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Zittauer Schülerlabor berichtet über Preise für Wärmepumpenmodelle

Forschung als schulische Aufgabe

Kupferrohrbogen, kleiner metallischer Wärmetauscher und geschlossenes Notizbuch auf grauem Untergrund.
Kupferrohrbogen, kleiner metallischer Wärmetauscher und geschlossenes Notizbuch auf grauem Untergrund.KI bearbeitetQuelle: OpenAI Bildgenerierung

Das DLR-Schülerlabor der Hochschule Zittau/Görlitz blickt auf einen bundesweiten Wettbewerb zu Hochtemperatur-Wärmepumpen zurück. In einem unter dem Datum 13. Oktober geführten Bericht stellt die Hochschule die ausgezeichneten Schulmodelle vor, deren Preisverleihung bereits am 24. Juni 2026 stattfand.

Erstmals organisierte das Zittauer Schülerlabor den Wettbewerb. Die Aufgabenstellung entwickelte es gemeinsam mit dem DLR-Institut für CO₂-arme Industrieprozesse in Zittau. Ausgeschrieben wurde der Preis von der Gesellschaft von Freunden des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt, die insgesamt 2.500 Euro Preisgeld bereitstellte.

Industrielle Wärme als Forschungsaufgabe

Die Teams sollten ein Schülermodell einer Hochtemperatur-Wärmepumpe nach dem Brayton-Prozess entwickeln. Dabei ging es um die Frage, wie sich Wärme für industrielle Prozesse künftig klimafreundlich erzeugen lässt. Zusätzlich waren konkrete Anwendungsmöglichkeiten in der Industrie gefragt. Die Jugendlichen beschäftigten sich auch damit, bislang ungenutzte Abwärme nutzbar zu machen.

Nach der Darstellung der Hochschule können die untersuchten Systeme Prozesswärme mit Temperaturen bis zu 300 Grad Celsius liefern. Die Aufgaben knüpften an die Forschung der Hochschule und des Zittauer DLR-Instituts an. Das Labor verbindet damit seine Arbeit an Energie- und Umweltfragen mit Angeboten für Schulen.

Auszeichnungen für Witzenhausen und Marburg

Den ersten Preis erhielt die Johannisberg-Schule Witzenhausen. Julian Loll, Dennis Butt, Carl Lubitz und Robert Killig arbeiteten mit ihrem Lehrer Kamil Daniek an einem Modell des Brayton-Prozesses. Der Hochschulbericht hebt hervor, dass die Jury sowohl die technische Qualität als auch die verständliche Erklärung der physikalischen Zusammenhänge würdigte.

Der zweite Preis ging an die Steinmühle – Schule und Internat Marburg. Jan Konwerski und Lisa Schreier entwickelten das Wettbewerbsmodell gemeinsam mit ihrer Lehrerin Jutta Töhl-Borsdorf. Auch bei dieser Arbeit stand die nachvollziehbare Darstellung der Funktionsweise einer Hochtemperatur-Wärmepumpe im Mittelpunkt.

Wie die Arbeit am Modell verlief, schildert der Bericht am Beispiel des Marburger Teams. Jan Konwerski berichtet dort von ersten Erfahrungen mit neuen Materialien und vom Nachbau eines Schaltkreises, den er zuvor nur theoretisch kannte. Lisa Schreier nennt die Verbindung einer technisch anspruchsvollen Aufgabe mit dem möglichen Beitrag zu einer klimafreundlicheren Industrie als Motivation für das Projekt.

Das Zittauer DLR-Schülerlabor ist Teil des Zukunftslernortes Oberlausitz, kurz ZukLOS. Als außerschulischer Lernort bietet es Experimente zu Energie-, Umwelt- und Ingenieurwissenschaften an. Die Hochschule beschreibt den Wettbewerb als Verbindung zwischen schulischem Lernen und aktuellen Forschungsfragen.

Der DLR-Preis wird jährlich ausgeschrieben; die Organisation übernimmt jeweils ein DLR-Schülerlabor. Für 2027 kündigt die Hochschule das DLR-Schülerlabor Oberpfaffenhofen als nächsten Austragungsort an.



Quellen

Hochschule Zittau/Görlitz · DLR-Preis: Schüler entwickeln Modelle zu Hochtemperatur-Wärmepumpen

Hochschule Zittau/Görlitz · Neuigkeiten

Hochschule Zittau/Görlitz, LANDER · DLR-Preis: Schüler entwickeln Modelle zu Hochtemperatur-Wärmepumpen – aktuelle Datumsanzeige

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