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Stadtentwicklung mit GreenZitty
Die Stadt Zittau hat ihre Bewerbung für die Sächsische Landesgartenschau 2032 am 30. Oktober 2026 fristgerecht beim zuständigen sächsischen Ministerium eingereicht. Unter dem Konzeptnamen „GreenZitty“ verbindet sie die Gartenschau mit Klimaanpassung, nachhaltiger Stadtentwicklung, Wissenschaft, Wirtschaft und Gartenkultur, wobei das Leitmotiv „Lost & Found“ die Weiterentwicklung bereits vorhandener Orte in den Mittelpunkt stellt.
Die Bewerbung zielt nach Angaben der Stadtverwaltung nicht allein auf ein Veranstaltungsjahr. Ehemalige Industrieflächen, Brachen, Grünanlagen, Gewässerräume und historische Stadtbereiche sollen in das Konzept einbezogen und für eine langfristige Nutzung weiterentwickelt werden. „Lost & Found“ beschreibt dabei den Ansatz, vorhandene Strukturen neu zu entdecken, aufzuwerten und miteinander zu verbinden.
Der Entwurf verteilt die geplante Entwicklung auf mehrere Teile der Stadt. Damit stehen nicht nur Flächen für Blumen- und Gartenschauen im Blick, sondern auch Orte, an denen Zittau nach eigener Darstellung Schritte zur Klimaanpassung und zur Stadtentwicklung anstoßen will. Wissenschaftliche Einrichtungen und Gewerbeflächen werden ebenso einbezogen wie Innenstadt, Grün- und Gewässerräume.
Die Planung gliedert sich in vier räumliche Schwerpunkte. „GreenCity“ umfasst die historische Innenstadt und den Grünen Ring. Dort soll die Verbindung zwischen Stadtgeschichte, öffentlichen Räumen und grüner Stadtentwicklung sichtbar werden. „GreenCampus“ bezieht den Hochschulstandort ein und soll die Themen Bildung, Wissenschaft und Stadtentwicklung miteinander verknüpfen.
Für Zittau-Ost sieht „GreenWork“ einen nachhaltigen Gewerbestandort vor. „GreenRiver“ konzentriert sich auf das Mandautal als grüne und wasserbezogene Verbindung. Die vier Bereiche reichen damit vom Zentrum über den Campus und Gewerbeflächen bis zum Flussraum und bilden gemeinsam die räumliche Grundlage der Bewerbung.
Auch Zittaus Lage im Dreiländereck von Deutschland, Polen und Tschechien soll Teil der Bewerbung sein. Die Stadtverwaltung beschreibt die Landesgartenschau deshalb als ein Vorhaben, das regionale und grenzüberschreitende Bezüge aufnehmen soll. Konkrete einzelne Partner oder Projekte nennt die Mitteilung dazu noch nicht.
Oberbürgermeister Thomas Zenker verbindet mit der Bewerbung dauerhafte Veränderungen für die Stadt. „Wir bewerben uns nicht nur um ein Veranstaltungsjahr mit attraktiven Garten- und Blumenschauen. Wir wollen die Landesgartenschau nutzen, um Entwicklungen anzustoßen und zu beschleunigen, die Zittau dauerhaft voranbringen. Entscheidend ist für uns, was nach 2032 bleibt: eine lebenswertere, klimaresilientere Stadt mit neuen Perspektiven für ihre Menschen und Unternehmen“, wird Zenker in der Mitteilung zitiert.
Die politische Grundlage bildet ein Beschluss des Zittauer Stadtrates vom 3. September 2026. Vorausgegangen waren nach Angaben der Stadt konzeptionelle Untersuchungen, eine Machbarkeitsstudie und die Zusammenarbeit mehrerer Beteiligter. Ein vom Oberbürgermeister berufenes Kuratorium befasste sich am 24. Oktober 2026 in seiner zweiten Sitzung mit dem Vorhaben und unterstützte die Bewerbung.
Die Stadtverwaltung legte der Medieninformation ein Foto mit den Bewerbungsunterlagen bei. Darauf stehen Zenker und Susanne Mannschott, Geschäftsführerin der Zittauer Stadtentwicklungsgesellschaft, zusammen mit den Fraktionsvorsitzenden Dietrich Glaubitz von der CDU, Matthias Weber von Zkm, Matthias Böhm von ZBZ, Jörg Domsgen von der AfD und Thomas Kurze von den Freien Wählern. Mannschott hält die „Lost & Found“-Unterlagen vor einem Zittauer Stadtbanner.
Mit der fristgerechten Abgabe liegt die Bewerbung nun beim Freistaat Sachsen. Die Einreichung ist noch keine Entscheidung über den Austragungsort. Das Land prüft die Unterlagen; eine Entscheidung wird nach Angaben der Stadtverwaltung noch im Jahr 2026 erwartet.
Stadt Zittau · Zittau bewirbt sich um die Sächsische Landesgartenschau 2032