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Zittauer Museen zeigen zwei Ausstellungen zur jüdischen Geschichte

Erinnerung an jüdisches Leben

Archivmappe und geschlossenes Buch liegen auf einem Tisch.KI bearbeitet
Archivmappe und geschlossenes Buch liegen auf einem Tisch.Quelle: OpenAI Bildgenerierung

Die Städtischen Museen Zittau zeigen zwei Ausstellungen zur jüdischen Geschichte: „Spurensuche“ ist noch bis zum 18. Oktober 2026 zu sehen, „Synagoge und Trauerhalle“ bis zum 25. April 2027. Die Schauen im Kulturhistorischen Museum Franziskanerkloster verbinden regionale Lebensgeschichten mit der Erinnerung an Zittauer Gebäude, die 1938 zerstört wurden.

Biografien und Modelle ehemaliger Gemeindebauten

Die Wanderausstellung „Spurensuche. Jüdische Geschichte in der Oberlausitz“ des Förderkreises Görlitzer Synagoge widmet sich ehemaligen jüdischen Gemeinden der Region. Ausgewählte Biografien machen die Geschichte von Oberlausitzer Jüdinnen und Juden zum Gegenstand der Ausstellung. Die Kabinettausstellung „Synagoge und Trauerhalle. Untergegangene Orte jüdischer Kultur in Zittau“ richtet den Blick auf die Stadt und zeigt Modelle der beiden Gebäude.

Nach der Darstellung der Museen wurde die Synagoge an der Lessingstraße 12 am 16. September 1906 eingeweiht. Regionale Firmen wirkten an Planung und Bau mit. In der Pogromnacht am 9. November 1938 wurde das Gebäude verwüstet; am folgenden Tag wurde es gesprengt.

Die jüdische Gemeinde hatte 1887 das Grundstück an der Görlitzer Straße erworben und dort ihren Friedhof eingerichtet. Die 1908 errichtete Trauerhalle diente sowohl Feiern vor der Beisetzung als auch der rituellen Waschung der Verstorbenen. Auch sie wurde 1938 zerstört. Beide Ausstellungen gehören zum Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen, das an die Gründung des Sächsischen Israelitischen Gemeindeverbandes vor 100 Jahren erinnert.

Familienführungen im Oktober und November

Zum Begleitprogramm gehören öffentliche Kinder- und Familienführungen unter dem Titel „Judentum in Zittau“. Die nächsten Termine sind Mittwoch, 14. Oktober, und Dienstag, 20. Oktober, jeweils um 14 Uhr. Eine weitere Führung ist für Sonntag, 8. November, um 15 Uhr angekündigt. Am Mittwoch, 18. November, spricht Juliane Irma Mihan um 17 Uhr über den Umgang mit dem Tod im Judentum.

Öffnungszeiten, Eintritt und Anmeldung

Das Kulturhistorische Museum Franziskanerkloster befindet sich an der Klosterstraße 3 in Zittau. Es öffnet regulär von Dienstag bis Sonntag zwischen 10 und 17 Uhr. Das Ausstellungsfaltblatt nennt einen Eintritt von sechs Euro für Erwachsene und vier Euro ermäßigt; Kinder bis zum 16. Lebensjahr haben freien Eintritt. Für Führungen sind acht Euro, ermäßigt sechs Euro und für Kinder zwei Euro angegeben.

Für individuell vereinbarte Führungen bittet der Besucherservice um Anmeldung mindestens 14 Tage im Voraus. Termine außerhalb der regulären Öffnungszeiten sollen mindestens vier Wochen vorher vereinbart werden. Das Museum ist für Rückfragen und Buchungen unter der Telefonnummer 03583 554790 sowie über seine E-Mail-Adresse museum@zittau.de erreichbar.



Quellen

Stadt Zittau – Städtische Museen Zittau · Sonderausstellungen

Städtische Museen Zittau · Spurensuche. Jüdische Geschichte in der Oberlausitz / Synagoge und Trauerhalle

Stadt Zittau – Städtische Museen Zittau · Besucherservice

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