🧭 Vermisste Seniorin gefunden Am Mittwochabend, 19. November 2025, ist eine 78-jährige Wanderin nach stundenlanger Suche im Zittauer Gebirge gefunden worden. Der Einsatz konzentrierte sich auf den Bereich der Kammbaude bei Oybin nahe der deutsch-tschechischen Grenze.
🌘 Gefahr durch Dunkelheit und Frost Wegen einbrechender Dunkelheit und angekündigter Frosttemperaturen wurde die Suche rasch ausgeweitet. Gefunden wurde die Frau schließlich von tschechischen Polizisten; sie war ansprechbar und kam zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus.
🕒 Vom Absetzen bis zur Alarmierung Die Seniorin hatte sich am Mittwochnachmittag während eines Wanderausflugs kurz von ihrem Ehemann getrennt und verirrt. Zunächst konnte sie ihn telefonisch informieren, ehe der Akku ihres Mobiltelefons leer war. Der Ehemann suchte zunächst selbst und alarmierte gegen 15 Uhr die Polizei.
🚨 Großaufgebot der Kräfte Angesichts der Witterungslage rückten die Einsatzkräfte mit einem Großaufgebot an. Im Einsatz waren die sächsische Polizei, die Bundespolizei, die tschechische Polizei, die Bergwacht, die Feuerwehr und das Technische Hilfswerk.
📡 Koordination am Boden und aus der Luft Die Leitstelle koordinierte parallel zahlreiche Kräfte am Boden und in der Luft; ein Polizeihubschrauber unterstützte die Suche aus der Luft. Das rasche Ausweiten der Maßnahmen erwies sich angesichts der Temperaturen und der Topografie als richtig.
⚠️ Kritisches Zeitfenster Zwischen der kurzzeitigen Trennung der Ehefrau und der offiziellen Alarmierung lagen rund zwei Stunden – ein im unwegsamen Gelände und bei Kälte potenziell kritisches Intervall. Die Frau wurde am späten Abend auf tschechischem Gebiet lokalisiert; der Polizeieinsatz dauerte offiziell bis 23:45 Uhr an.
🤝 Erprobte Zusammenarbeit über Grenzen hinweg In der Grenzregion sind die Abläufe der beteiligten Behörden eingespielt; die ressortübergreifende Kooperation zwischen deutschen und tschechischen Kräften erwies sich erneut als entscheidend.
🧭 Prävention bleibt zentral Wer in der kalten Jahreszeit wandert, sollte Vorsorge treffen und im Zweifel frühzeitig Hilfe rufen.
- Geladenes Mobiltelefon und Powerbank
- Stirnlampe
- Wärmende Kleidung
- Klare Absprachen in der Gruppe
📌 Fazit Der nächtliche Großeinsatz zeigt, dass die etablierten Abläufe vom Hubschrauber bis zur Bergwacht über Grenzen hinweg funktionieren. Zugleich mahnt der Fall, Routinewege im Gelände und bei Kälte nicht zu unterschätzen; er endete glimpflich, weil professionelle Kräfte schnell, koordiniert und international abgestimmt handelten.
🗨️ Kommentar der Redaktion Die Rettung im Zittauer Gebirge war vorbildlich organisiert und bestätigt: Staatliche Strukturen funktionieren, wenn sie professionell geführt und diszipliniert genutzt werden. Ebenso klar ist aber, dass Eigenverantwortung an erster Stelle steht. Wer bei Kälte und früher Dämmerung ohne genügende Vorbereitung unterwegs ist, gefährdet sich selbst und bindet wertvolle Ressourcen. Vorsorge ist Pflicht, nicht Option. Disziplin und klare Absprachen verhindern Einsätze, die vermeidbar wären.


