đ Auftakt DAX vor festerer ErĂśffnung Der deutsche Leitindex dĂźrfte am Montag, 10. November 2025, fester erĂśffnen. RĂźckenwind liefern Signale aus Washington, wonach der seit 40 Tagen andauernde teilweise Regierungsstillstand auf ein Ende zuläuft. Zudem richtet sich der Blick auf das November-Barometer der Investmentberatungsfirma Sentix. Beide Faktoren nähren die Erwartung einer technischen Erholung nach den jĂźngsten RĂźcksetzern.
đď¸ RĂźckenwind aus Washington Politisch kam es am Wochenende zu einem Fortschritt: Der USâSenat ebnete per Verfahrensabstimmung den Weg fĂźr ein Gesetz zur vorläufigen Regierungsfinanzierung bis zum 30. Januar, was die Risikoaversion der Anleger zunächst dämpft.
âď¸ Verfahren noch nicht abgeschlossen Die Senatsabstimmung ist ein wichtiges, aber nicht letztes Etappenziel. Das geänderte Finanzierungspaket muss noch endgĂźltig im Senat verabschiedet, vom Repräsentantenhaus bestätigt und anschlieĂend vom Präsidenten unterzeichnet werden. Bis dahin bleibt Restunsicherheit bestehen â zumal Streitpunkte wie Gesundheits-Subventionen politisch weiterhin umkämpft sind.
đ Stimmungsbild Sentix im Fokus Das SentixâBarometer fĂźr November steht an. Ăkonomen erwarten im Schnitt eine Aufhellung auf minus 4,0 Punkte nach minus 5,4 im Oktober â eine graduelle Verbesserung, die die fragile Stimmung in Europa widerspiegelt.
𧎠Rßckblick Technologiewerte belasten Zum Wochenausklang hatte die Sorge vor ßberzogenen Bewertungen im Technologiesektor die Märkte belastet; der DAX schloss am Freitag 0,7 Prozent tiefer bei 23.569 Punkten, während die Wall Street kaum Veränderungen zeigte.
đ Vorgaben aus Asien und Europa VorbĂśrslich deuten Terminmärkte auf eine freundliche ErĂśffnung hin. In Asien Ăźberwogen am Morgen positive Vorzeichen, und in Europa stĂźtzen stabile Futures den Ton. Zum Handelsschluss am Freitag notierte der EuroStoxxâ50 bei 5.566 Punkten; der entsprechende Future lag heute frĂźh leicht darĂźber.
đ˘ Unternehmensagenda in Deutschland In Deutschland stehen Quartalszahlen unter anderem von Hannover RĂźck und Salzgitter auf der Agenda â beides Titel, die als Gradmesser fĂźr Versicherungs- und Industriekonjunktur gelten. Ăberraschungen auf dieser Ebene kĂśnnen den Indexverlauf zusätzlich beeinflussen.
đ§ Einordnung und Ausblick Die Aussicht auf einen befristeten Haushaltskompromiss in den USA nimmt den Märkten kurzfristig Druck. Gleichwohl ist das politische Verfahren noch nicht abgeschlossen â und die strukturellen Bewertungen im TechâSektor bleiben ein Risikofaktor. Das SentixâSignal dĂźrfte â sofern bestätigt â eine moderate, keine durchgreifende Stimmungsaufhellung markieren. FĂźr den DAX spricht am Wochenstart das bessere Nachrichtenumfeld; ob daraus mehr als eine Zwischenerholung wird, hängt von der finalen Einigung in Washington und der Robustheit der anstehenden Unternehmenszahlen ab.
đ¨ď¸ Kommentar der Redaktion Die Erleichterung Ăźber Fortschritte in Washington ist berechtigt, doch sie ersetzt keine belastbare LĂśsung. Solange der Gesetzgebungsprozess nicht abgeschlossen ist, bleibt das politische Risiko präsent und rechtfertigt ZurĂźckhaltung. Eine moderate SentixâAufhellung ändert nichts an der Verwundbarkeit Ăźberteuerter Technologiewerte. Anleger sollten die anstehenden Unternehmenszahlen in Deutschland als Lackmustest begreifen und Zwischenrallys diszipliniert nutzen. Ohne finale Einigung in den USA und robuste Ergebnisse ist eine nachhaltige Trendwende im DAX nicht mehr als Hoffnung.


