📰 Einordnung des Projekts Am 24. Oktober 2025 hat Görlitz den Grundstein für einen Erweiterungsbau der Krankenhausakademie gelegt, die seit 2024 als Ostsachsen Care Academy (OSCA) firmiert. Bis 2027 soll der Neubau fertiggestellt werden und fast 260 zusätzliche Ausbildungsplätze in Pflegeberufen schaffen. Der Schritt gilt als klares Signal, die Ausbildung am Gesundheitsstandort Görlitz auszubauen.
🧑⚕️ Hintergrund und Zielsetzung Aktuell werden 319 angehende Pflegekräfte an der Schule ausgebildet. Mit der Umfirmierung zu OSCA verfolgt die Einrichtung das Ziel, internationaler zu werden und gezielt Auszubildende aus dem Ausland zu gewinnen. Geschäftsführerin Ines Hofmann betont, dass der Bedarf nicht allein aus der Region gedeckt werden kann; der Görlitzer Bürgermeister Octavian Ursu hob die Stärkung des Medizinstandorts für Stadt und Oberlausitz hervor.
🏗️ Bau und Nutzung Der zweigeschossige Erweiterungsbau mit rund 2.900 Quadratmetern Nutzfläche soll in knapp anderthalb Jahren entstehen. Geplant sind zusätzliche Seminarräume, eine Aula sowie moderne Lernflächen.
💶 Finanzierung Die Investition beläuft sich auf knapp 5,9 Millionen Euro, davon werden 5,3 Millionen Euro gefördert – zu gleichen Teilen aus Bundes- und Landesmitteln.
📌 Eckdaten auf einen Blick Die wichtigsten Kennzahlen des Vorhabens:
- Nutzfläche: rund 2.900 Quadratmeter
- Bauzeit: knapp anderthalb Jahre
- Investitionsvolumen: knapp 5,9 Millionen Euro
- Förderanteil: 5,3 Millionen Euro aus Bundes- und Landesmitteln
- Geplanter Zuwachs: fast 260 zusätzliche Ausbildungsplätze bis 2027
🕰️ Festakt zur Grundsteinlegung Die Grundsteinlegung wurde mit einer Zeitkapsel und dem traditionellen Hammerschlag begangen und markierte den offiziellen Start für den Bau.
🎓 Bedeutung für die Pflegeausbildung Die Erweiterung verbreitert den Ausbildungstrichter in der Pflege und schafft Kapazitäten, um den Bedarf an Fachkräften zu adressieren. Zugleich setzt das Projekt ein Signal für die langfristige Sicherung des Ausbildungsstandorts Görlitz.
⚠️ Herausforderungen und Erfolgsfaktoren Entscheidend wird sein, ob die zusätzlichen Plätze zügig besetzt werden und Absolventinnen und Absolventen in der Region gehalten werden können. Angesichts des hohen öffentlichen Finanzierungsanteils sind transparente Projektsteuerung, terminfeste Umsetzung und eine klare Strategie zur Integration internationaler Auszubildender maßgeblich, damit der Ausbau über Symbolik hinaus Wirkung entfaltet.
🗨️ Kommentar der Redaktion Dieser Ausbau ist richtig, weil er Kapazitäten schafft, aber er rechtfertigt die öffentliche Förderung nur, wenn Ergebnisse sichtbar werden. Jetzt zählt Disziplin: Meilensteine einhalten, Kosten im Griff behalten, Klassen füllen. Die Region braucht Verlässlichkeit, nicht Ankündigungen. Internationale Rekrutierung ist sinnvoll, doch Integration und Qualitätsstandards dürfen nicht verhandelbar sein. Erst wenn Absolventinnen und Absolventen in Görlitz und der Oberlausitz bleiben und die Versorgung stärken, ist der Anspruch eingelöst.


