đ° Auktion erstmals vollstĂ€ndig online
đ§ Ab Sonntag, 19. Oktober 2025, schaltet die Stiftung fĂŒr Kunst und Kultur in der Oberlausitz ihre traditionelle Auktion komplett ins Internet frei. Rund 80 Werke aus Malerei, Grafik und Skulptur kommen dann online unter den Hammer. Es ist die 17. Auflage des Formats und die erste ohne Saalpublikum. Eine begleitende Schau im Schloss Königshain stimmt vor Ort auf die digitale Versteigerung ein.
đïž Hintergrund und Auftrag
đ§© Seit fast zwei Jahrzehnten ist die Auktion ein Baustein der regionalen Kunstpflege. Zuvor rotierte sie durch Orte wie Hainewalde, Bautzen, Hoyerswerda oder Königshain, was fĂŒr Bieter, KĂŒnstler und die ausrichtende Stiftung erheblichen logistischen Aufwand bedeutete. Getragen von den Landkreisen Bautzen und Görlitz, hat die Stiftung den Auftrag, Position und Sichtbarkeit der Bildenden Kunst in der Region zu stĂ€rken und Kunstwerte dauerhaft zu bewahren.
đ Ablauf und Zugang
đ» Die Online-Auktion eröffnet am 19. Oktober 2025 und richtet sich ausdrĂŒcklich an Interessenten unabhĂ€ngig vom Standort. Mit dem Wegfall der Anreise soll das Bieten niederschwelliger werden. Gezeigt werden etwa 80 Arbeiten, die entweder von KĂŒnstlerinnen und KĂŒnstlern eingereicht wurden oder aus dem Fundus der Stiftung stammen. Im Schloss Königshain wurde begleitend eine Ausstellung eingerichtet, fĂŒr deren PrĂ€sentation vor Ort Ausstellungsmanagerin Romy Pietsch verantwortlich zeichnet. Als zentrales Novum der 17. Auktion gilt der Schritt ins Netz, wie die Redaktion der SĂ€chsischen Zeitung hervorhebt.
đŻ Ziele des Schritts ins Netz
đ Mit der Verlagerung ins Digitale reagiert die Stiftung auf verĂ€nderte Nutzungsgewohnheiten, will die Reichweite erhöhen und AblĂ€ufe verschlanken.
â Voraussetzungen fĂŒr Vertrauen
đ Ohne SaalatmosphĂ€re hĂ€ngen Akzeptanz und SeriositĂ€t an klaren Standards. Erforderlich sind transparente AblĂ€ufe, ein gut nutzbarer Online-Katalog sowie verlĂ€ssliche Informationen zu Zustand und Provenienz der angebotenen Werke.
đ§ Was sich fĂŒr Bieter und Veranstalter Ă€ndert
âš Der digitale Modus bringt klare Effekte mit sich:
- Wegfall der Anreise und damit geringere HĂŒrden fĂŒr die Teilnahme
- Niederschwelligeres Bieten im Online-Format
- Gestraffte Logistik und Organisation
- Erweiterung des potenziellen Bieterkreises
đ Fazit
âïž Der vollstĂ€ndige Wechsel in den digitalen Raum ist plausibel, weil er Kosten senkt, Logistik reduziert und den Bieterkreis erweitert. Zugleich bleibt eine Bringschuld bestehen: Nur mit transparenten Prozessen, einem gut nutzbaren Online-Katalog und verlĂ€sslichen Angaben zu Zustand und Provenienz entsteht Vertrauen. Die parallele Schau in Königshain unterstreicht die regionale Verankerung. Gelingt die Balance aus Reichweite und SeriositĂ€t, kann das Format die Oberlausitzer Kunst langfristig breiter sichtbar machen und dem Stiftungsauftrag dienen.
đšïž Kommentar der Redaktion
đ§ Der Schritt ins Netz ist richtig, aber er verpflichtet. Wer auf digitale Reichweite setzt, muss in KatalogqualitĂ€t, Transparenz und Provenienzangaben kompromisslos sein. Halbheiten wĂŒrden das Vertrauen sofort unterminieren. Die Schau in Königshain ist mehr als Beiwerk, sie ist der notwendige Anker in der Region. An dieser doppelten Messlatte aus ProfessionalitĂ€t und Verankerung wird sich die Stiftung messen lassen.


