📰 Tarifeinigung erzielt: Am 13. März 2026 haben die Mitteldeutsche Regiobahn (MRB) und die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) einen Tarifabschluss erzielt. Vereinbart wurde eine Laufzeit von zwei Jahren ab März 2026 sowie ein Stufenmodell mit moderaten Entgeltsteigerungen und strukturellen Anpassungen – mit dem erklärten Ziel größerer Planungssicherheit.
🚆 Hintergrund und Netz: Die MRB bedient unter anderem die Linien RE 6 (Leipzig–Chemnitz) und RB 110 (Leipzig–Döbeln) sowie im Elektronetz Mittelsachsen die Verbindungen RE 3 (Dresden–Hof), RB 30 (Dresden–Zwickau) und RB 45 (Chemnitz–Elsterwerda). An den Standorten Leipzig und Chemnitz beschäftigt das Unternehmen rund 400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die GDL bestätigte die Einigung.
📑 Kernpunkte des Abschlusses: Das vereinbarte Stufenmodell setzt auf maßvolle Schritte und verbindet tabellarische Anpassungen mit pauschalen Komponenten. Folgende Elemente sind vorgesehen:
- Ab Oktober: Plus von 2,5 Prozent auf Entgelte und Zulagen.
- Einführung einer zusätzlichen Erfahrungsstufe.
- Künftig 600 Euro Urlaubsgeld.
- Ab Februar 2027: strukturelle Verbesserungen der Entgelttabellen.
- Ab Dezember 2027: weitere 2,5 Prozent für Entgelte und Zulagen.
- Die Vergütung der Auszubildenden wird schrittweise auf das Niveau der Deutschen Bahn angehoben.
🗓️ Zeitschiene und Planungssicherheit: Mit dem Start der prozentualen Erhöhung im Oktober und den nachgelagerten Schritten 2027 wird die Wirkung über den Laufzeitraum verteilt. Die zweijährige Laufzeit ab März 2026 verschafft Unternehmen und Belegschaft einen verlässlichen Rahmen; die strukturellen Anpassungen sollen rasch greifen und über die Tabellen in der Fläche Wirkung entfalten.
👥 Belegschaft und Nachwuchs: Neben den prozentualen Anpassungen adressiert der Abschluss mit einer zusätzlichen Erfahrungsstufe die Entwicklung innerhalb der Belegschaft. Für Auszubildende wird die Vergütung schrittweise auf das Niveau der Deutschen Bahn angehoben.
🧭 Bedeutung für Fahrgäste und Betrieb: Im Vordergrund steht die Stabilität im Betrieb. Die vereinbarten, planbaren Schritte zielen darauf, die Verlässlichkeit im täglichen Verkehr auf den bedienten Linien zu sichern.
💬 Aussage des Managements: MRB-Geschäftsführer Roman Bartels spricht von einer „tragfähigen Lösung“, die Leistung anerkenne und Verlässlichkeit für die kommenden Jahre schaffe.
✅ Fazit: Der Abschluss setzt auf behutsame, planbare Schritte statt großer Sprünge. Für Unternehmen und Belegschaft schafft die zweijährige Laufzeit Verlässlichkeit; für Fahrgäste steht Stabilität im Betrieb im Vordergrund. Entscheidend wird sein, dass die strukturellen Anpassungen rasch greifen und in der Fläche Wirkung entfalten.
🗨️ Kommentar der Redaktion: Ein Abschluss mit Augenmaß ist der richtige Weg. Wer jetzt Maximalforderungen verlangt, riskiert die Stabilität des Verkehrs und die Kalkulierbarkeit der Kosten. Die schrittweisen Anpassungen sind einem geordneten Betrieb zuträglich und setzen ein klares Signal der Verlässlichkeit. Entscheidend ist, dass beide Seiten die vereinbarte Zeitschiene strikt einhalten und auf weitere Eskalationen verzichten. Nur so wird aus Papierstabilität gelebte Ruhe im Netz.
Quelle: Externe Quelle


