DAS NEUSTE

🚋 Stillstand im Stadtverkehr: Warnstreikwelle trifft Sachsens ÖPNV hart

📰 Überblick

🚉 In mehreren sĂ€chsischen GroßstĂ€dten hat ein Warnstreik im kommunalen Nahverkehr am Freitag Bus- und Straßenbahnlinien weitgehend lahmgelegt; besonders betroffen waren Leipzig, Dresden, Chemnitz, Zwickau und Plauen. In Leipzig wurde die Arbeitsniederlegung kurzfristig bis in die Nacht zu Montag ausgeweitet, wodurch FahrgĂ€ste flĂ€chendeckend mit AusfĂ€llen rechnen mussten.

â„č Hintergrund

📌 Auslöser ist der festgefahrene Tarifkonflikt um den Tarifvertrag Nahverkehr Sachsen. Verdi fordert Entlastungen bei Arbeitszeiten, lĂ€ngere Ruhezeiten sowie höhere ZuschlĂ€ge fĂŒr Nacht- und Wochenendarbeit. Die Arbeitgeber verweisen auf bereits vereinbarte Entgelterhöhungen und knappe Budgets; die nĂ€chste Verhandlungsrunde ist fĂŒr den 9. MĂ€rz terminiert. UnabhĂ€ngig von den AusstĂ€nden fuhren RegionalzĂŒge, S-Bahnen und der Fernverkehr der Deutschen Bahn regulĂ€r, ebenso die City-Bahn Chemnitz. Bereits am 2. Februar hatte ein Warnstreik den Verkehr vielerorts ausgebremst.

🚌 Beteiligung und Betriebslage

đŸ‘„ Nach Gewerkschaftsangaben beteiligten sich in Leipzig bis zum Streikende mindestens 400 BeschĂ€ftigte, in Chemnitz lag die Beteiligung am Freitagnachmittag bei rund 200. In den betroffenen StĂ€dten standen Busse und Bahnen „praktisch ausnahmslos“ still; vereinzelt fuhren lediglich von Subunternehmen betriebene Linien.

🏱 Reaktionen der Betriebe

đŸ§Ÿ Die Leipziger Verkehrsbetriebe kritisierten die StreikverlĂ€ngerung als unnötig und verwiesen auf die angespannte Kostenlage. Man habe die GehĂ€lter in den vergangenen drei Jahren bereits deutlich angehoben und rechne mit einer RĂŒckkehr zum Regelbetrieb zum Berufsverkehr am Montagmorgen. In Leipzig wurde die zunĂ€chst bis Samstag angesetzte Arbeitsniederlegung kurzfristig bis Montag 6 Uhr ausgeweitet.

🔎 Einordnung des Konflikts

⚙ Die Streiks treffen vor allem Pendler, Familien und mittelstĂ€ndische Betriebe, die auf einen verlĂ€sslichen Nahverkehr angewiesen sind. Sichtbar werden strukturelle Spannungen im ÖPNV: steigende Kosten, FachkrĂ€ftemangel und der Anspruch auf attraktivere Arbeitsbedingungen stehen dem Ziel eines durchfinanzierten, pĂŒnktlichen Angebots gegenĂŒber. NotfahrplĂ€ne und eine klare Informationspolitik sind das Minimum, wenn ArbeitskĂ€mpfe zum Mittel der Wahl werden.

📅 Ausblick

⏭ Entscheidend ist nun, dass beide Seiten die Verhandlungen am 9. MĂ€rz nutzen, um VerlĂ€sslichkeit fĂŒr FahrgĂ€ste herzustellen. Gefordert ist ein Abschluss, der die LeistungsfĂ€higkeit der Betriebe sichert und zugleich die RealitĂ€t der Schichtarbeit abbildet. Nur so lĂ€sst sich verlorenes Vertrauen in einen funktionierenden öffentlichen Verkehr zurĂŒckgewinnen.

đŸ—šïž Kommentar der Redaktion

⚖ Wer den ÖPNV lahmlegt, trifft vor allem jene, die tĂ€glich pĂŒnktlich zur Arbeit mĂŒssen und den Mittelstand, der auf verlĂ€ssliche AblĂ€ufe baut. Arbeitskampf ist legitim, doch Maß und Mitte sind Pflicht, wenn Daseinsvorsorge auf dem Spiel steht. Beide Seiten mĂŒssen Verantwortung zeigen: transparente NotfahrplĂ€ne, klare Information und eine rasche RĂŒckkehr zur VerlĂ€sslichkeit. Überzogene Maximalforderungen sind ebenso fehl am Platz wie das Wegducken vor der KostenrealitĂ€t. Am 9. MĂ€rz zĂ€hlt Ergebnistreue statt Symbolpolitik, damit Vertrauen und LeistungsfĂ€higkeit gleichermaßen gewahrt bleiben.

Quelle: Externe Quelle

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Aktuelle Nachrichten

Folg uns

Folg uns auf Social Media

Verpasse keine News und Updates – folge uns jetzt!

TĂ€glich aktuelle Nachrichten aus Zittau, der Oberlausitz und ganz Deutschland

Zittauer Zeitung | Echt. Lokal. Digital.