DAS NEUSTE

🚆 Überfüllter Trilex zwingt Reisende zum Ausstieg – Zugpersonal droht mit Bundespolizei

🚆 Vorfall auf der Relation Dresden–Bautzen–Görlitz Auf der Verbindung ist es erneut zur Räumung eines überfüllten Trilex-Zuges gekommen. Fahrgäste mussten den Zug verlassen, nachdem das Zugpersonal angesichts massiver Überfüllung mit der Hinzuziehung der Bundespolizei gedroht hatte. Ursache sind anhaltende Fahrzeugengpässe im Ostsachsennetz; seit Jahresbeginn fehlen mehrere Triebwagen, Entlastung ist erst ab 2027 in Aussicht, wenn zusätzliche Fahrzeuge bereitstehen.

⚠️ Überfüllung als Sicherheitsrisiko Beim jüngsten Vorfall auf der Fahrt von Dresden Richtung Bautzen und Görlitz verwies das Zugpersonal auf sein Recht, bei Sicherheitsrisiken einzugreifen und nötigenfalls die Bundespolizei zur Durchsetzung einer Räumung beizuziehen. In der Folge mussten Fahrgäste den Zug verlassen, um die Sicherheit an Bord zu gewährleisten.

🚧 Engpässe im Ostsachsennetz Nach Angaben aus dem Betrieb fehlen derzeit fünf Triebwagen, weil Fahrzeuge in Reparatur sind oder turnusgemäße Hauptuntersuchungen durchlaufen. Branchenberichte verweisen auf einen Reparaturstau – auch infolge von Kollisionsschäden, etwa durch Hindernisse im Gleis –, der dazu führt, dass das reguläre Kuppeln von zwei bis drei Triebwagen nicht überall aufrechterhalten werden kann.

👥 Reduzierte Zuglängen in der Hauptverkehrszeit In der Folge verkehren Züge teils nur als Einzelfahrzeug statt in gewohnter Mehrfachtraktion, was insbesondere in den Hauptverkehrszeiten zu engen Platzverhältnissen führt. Kurzfristig ist keine substanzielle Entspannung zu erwarten, da Reparaturen und Hauptuntersuchungen nicht beliebig verschiebbar sind.

🚄 Entlastung erst ab 2027 Erst ab 2027 sollen fünf zusätzliche Fahrzeuge zum Einsatz kommen, um die weiter steigenden Fahrgastzahlen besser zu bewältigen. Bis dahin bleibt die Lage fragil – vor allem in den Morgen- und Abendspitzen, wenn ein einzelner Triebwagen die Nachfrage kaum aufnehmen kann.

📣 Strukturelles Problem und nötige Schritte Der Vorfall steht exemplarisch für ein strukturelles Defizit: zu wenig verfügbare Fahrzeuge, zu geringe Reserven und eine hohe Abhängigkeit vom Tagesereignis. Ein verlässlicher Regionalverkehr braucht Planung mit Puffer – nicht erst ab 2027. Auftraggeber und Betreiber sind gefordert, die Kapazität in den Lasthochzeiten kurzfristig zu stabilisieren und transparent zu kommunizieren, wann und wo Entlastungen tatsächlich greifen. Nur so lässt sich das Vertrauen der Pendler zurückgewinnen, die vor allem eines erwarten: Sicherheit, Planbarkeit und Rechtsklarheit – im Wagen und auf dem Bahnsteig.

🗨️ 🗨️ Kommentar der Redaktion Sicherheit hat Vorrang: Überfüllte Züge dürfen nicht zum Normalzustand werden. Wer Regionalverkehr bestellt und betreibt, muss ausreichende Reserven vorhalten und Spitzen planbar abdecken. Bis 2027 zu warten, ist keine Option – Übergangslösungen sind jetzt fällig und konsequent umzusetzen. Transparente Information und klare Regeln an Bord und auf dem Bahnsteig sind unerlässlich, um Vertrauen zurückzugewinnen. Verantwortlichkeiten dürfen nicht verwischt werden; Verlässlichkeit ist der Maßstab.

Quelle: Externe Quelle

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