💸 Deutsche Bahn kappt Engelke-Webserie – Kostenkritik erzwingt Kurswechsel

🚆 Entscheidung der Bahn Die Deutsche Bahn stoppt die Fortsetzung ihrer Imagekampagne mit Entertainerin Anke Engelke. Das Unternehmen bestätigte, dass es 2026 keine neuen Folgen der Webserie „Boah, Bahn!“ geben wird; eine Fortführung „passe nicht in die Zeit“. Aus der Politik kommt deutliche Kritik an den Ausgaben für die Clips.

🎬 Hintergrund der Webserie Die Kurzserie startete im Oktober 2025 und zeigte Engelke als fiktive Zugchefin „Tina“, die mit alltäglichen Herausforderungen des Bahnbetriebs konfrontiert ist. Die drei- bis vierminütigen Folgen wurden vor allem über die Social-Media-Kanäle der Bahn verbreitet. Der Vorstand Personenfernverkehr hatte das Format zum Start als humorvolle Wertschätzung für die Belegschaft beschrieben.

🏛️ Druck aus der Politik Auslöser für den Kurswechsel ist massive Kostenkritik, vorgetragen unter anderem vom innenpolitischen Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Sebastian Fiedler. Er bezeichnete die Investition in „lustige Werbeclips“ als Skandal und forderte stattdessen mehr Mittel für Sicherheit.

📑 Parlamentarische Nachbereitung Die Debatte soll im Innen- und Verkehrsausschuss des Bundestags nachbereitet werden. Damit rückt die Frage nach der Mittelverwendung der Bahn in den Fokus formeller Kontrolle.

🛠️ Stimme der Gewerkschaft Auch die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft stellte die Prioritäten der Deutschen Bahn infrage. Sie verwies auf sinnvollere Verwendungen wie bessere Pausenräume oder Bodycams, um Beschäftigte im Alltag spürbar zu unterstützen.

💶 Kosten und Transparenz Die Bahn nennt keine konkreten Kosten und verweist auf Geschäftsgeheimnisse. Zugleich betont der Konzern, das Budget bewege sich im Rahmen vergleichbarer Branchenkampagnen. Eine Fortsetzung im Jahr 2026 ist ausgeschlossen.

🚨 Sicherheitskontext Die öffentliche Diskussion ist vor dem Hintergrund jüngster Sicherheitsvorfälle im Bahnverkehr zusätzlich aufgeheizt. In dieser Lage wächst der Erwartungsdruck, sichtbare Verbesserungen bei Schutz und Abläufen zu liefern.

🧭 Einordnung und Ausblick Der Abbruch der Engelke-Reihe markiert einen nüchternen Realitätsabgleich. In Zeiten wachsender Sicherheitsdebatten und knapper Mittel überzeugt vorerst nicht die Imagepflege, sondern Substanz: verlässlicher Betrieb, Schutz des Personals und Transparenz bei Ausgaben. Für ein staatseigenes Unternehmen gilt es, Prioritäten klar zu setzen und Budgets strikt am operativen Bedarf auszurichten. Künftiger Erfolg wird sich weniger an Werbeideen als an Pünktlichkeit, Sicherheit und Kundenvertrauen messen lassen.

🗨️ Kommentar der Redaktion Die Entscheidung, die Kampagne nicht fortzusetzen, ist richtig und überfällig. Ein staatseigenes Unternehmen hat zuerst seine Kernaufgaben zu erfüllen, nicht Stimmungen zu kuratieren. Solange Sicherheitsfragen ungelöst sind und Mittel knapp bleiben, ist jeder Euro in sichtbare Stabilität zu investieren. Die Kosten müssen offengelegt werden, damit Vertrauen entstehen kann. Politische Kontrolle in den zuständigen Ausschüssen ist geboten und sollte ohne kosmetische Ausreden erfolgen.

Quelle: Externe Quelle

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