🏠 Einleitung Viele Haushalte bunkern Bargeld in den eigenen vier Wänden und vertrauen auf vermeintlich clevere Verstecke. Ein ehemaliger Einbrecher schildert, welche Orte Täter als Erstes kontrollieren und warum klassische Verstecke kaum Schutz bieten. Die Quintessenz: Wer Bargeld zu Hause lagert, sollte seine Gewohnheiten grundlegend überdenken.
🔍 Wo Täter zuerst suchen Der frühere Serieneinbrecher Hermann Wenning beschreibt eine klare Reihenfolge: Zuerst die Garderobe, weil Geldbörsen oder Handtaschen dort häufig hängen; anschließend das Schlafzimmer wegen Schmuck und Bargeld; danach das Wohnzimmer für weitere Wertgegenstände. Auch Küchenbehälter erweisen sich immer wieder als Fundorte.
⏱️ Systematik unter Zeitdruck Einbrüche dauern meist nur wenige Minuten; die Täter arbeiten entsprechend zielgerichtet und prüfen standardisierte Punkte. Verstecke, die an Klischees erinnern, lassen sich in Sekunden kontrollieren und bringen kaum Verzögerung oder Abschreckung.
🚫 Besonders unsichere Verstecke Expertenwissen und die Schilderungen Wennings markieren eine Reihe von Orten als Hochrisiko, weil sie in Täterkreisen geläufig sind und schnell überprüft werden.
- Unter der Matratze
- In der Sockenschublade
- In Schreibtisch- oder Nachttischschubladen
- Hinter Bilderrahmen
- „Geheimverstecke“ wie ausgehöhlte Bücher oder Vorratsdosen
- Offene Ablage an der Garderobe für Portemonnaie, Bargeld oder Schmuck
💶 Trügerische Absicherung Viele Hausratpolicen ersetzen bei Bargelddiebstahl nur einen begrenzten Anteil der Versicherungssumme. Für höhere Erstattungen wird eine besonders gesicherte Aufbewahrung gefordert, etwa in einem zertifizierten, fest verankerten Tresor. Für größere Summen empfehlen Verbraucherschützer und Sicherheitsexperten Bankschließfächer; generell sollten Bargeldbestände in der Wohnung möglichst gering bleiben.
🛡️ Konsequente Prävention im Alltag Wer Bargeld zu Hause aufbewahren muss, sollte gängige Klischee-Verstecke konsequent meiden, Wertgegenstände dezentral lagern und auf geprüfte Sicherung setzen. Noch besser ist es, größere Beträge außerhalb der Wohnung, etwa im Bankschließfach, zu deponieren. Nichts Wertvolles an der Garderobe ablegen, das Schlafzimmer nicht als Depot nutzen und Bargeldreserven nüchtern begrenzen: So sinkt im Ernstfall der Schaden, und Tätern werden Routinevorteile genommen.
📌 Fazit Die Erzählungen aus Täterperspektive zeigen, dass vermeintlich schlaue Verstecke keinen verlässlichen Schutz bieten. Entscheidend sind zurückhaltende Bargeldbestände, professionell gesicherte Aufbewahrung und Gewohnheiten, die Tätern keine einfachen Treffer ermöglichen.
🗨️ Kommentar der Redaktion Wer weiterhin Bargeld zu Hause hortet, kalkuliert mit falscher Sicherheit. Klischee-Verstecke sind keine Strategie, sondern eine Einladung. Verantwortung beginnt bei Disziplin: Bargeld minimieren, Garderoben nicht als Ablage missbrauchen, Schlafzimmer nicht zum Tresor verklären. Verlässlicher Schutz entsteht durch zertifizierte Safes oder konsequent ausgelagerte Werte. Alles andere ist Bequemlichkeit mit hohem Risiko.
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