DAS NEUSTE

🤝 Vierte Antragsrunde im Grenzraum: Förderchancen für bürgerschaftliche Projekte bis 28. Februar

🗞️ Startschuss für neue Bürgerprojekte Die Euroregion Spree-Neiße-Bober hat die nächste Antragsrunde für grenzüberschreitende Bürgerprojekte gestartet. Ziel ist es, konkrete Begegnungen zu fördern und Vertrauen zwischen Menschen auf beiden Seiten der Oder aufzubauen. Die Einreichfrist läuft vom 1. bis 28. Februar 2026 und erfordert aufgrund des knappen Zeitfensters eine zügige Vorbereitung.

🤝 Zielsetzung Begegnung und Vertrauen Gefördert werden ausdrücklich niedrigschwellige Formate, die echte Kontakte ermöglichen. Bereits einfache Vorhaben wie gemeinsame Sportfeste oder Ausstellungen sind förderfähig, sofern sie grenzüberschreitend angelegt sind und dem Vertrauensaufbau dienen.

🏛️ Programmrahmen und Herkunft der Mittel Die Finanzierung erfolgt über den Kleinprojektefonds im spezifischen Ziel 6.3 des Kooperationsprogramms Interreg VI A Brandenburg–Polen 2021–2027. Der thematische Fokus lautet Aufbau gegenseitigen Vertrauens, insbesondere durch Förderung der Zusammenarbeit zwischen Bürgern. Adressiert sind Träger in Deutschland und Polen, von Vereinen bis zu kommunalen Einrichtungen, mit besonderem Augenmerk auf niedrigschwellige, aber grenzüberschreitende Aktivitäten.

⏱️ Fristen und Laufzeiten Anträge können ausschließlich zwischen dem 1. und 28. Februar 2026 eingereicht werden, maßgeblich ist das Eingangsdatum. Projektlaufzeiten dürfen frühestens am Tag der Antragseinreichung beginnen und müssen spätestens am 31. Dezember 2026 enden. Eine weitere Antragsphase ist indikativ für den Zeitraum 1. bis 30. September 2026 angekündigt.

💶 Förderkonditionen und Pauschalen Es gelten gedeckelte Pauschalen aus EFRE-Mitteln, abhängig von Art und Zugang der Aktivität. Für nicht-öffentliche beziehungsweise geschlossene Begegnungsformate, etwa generationenübergreifende Treffen oder zivilgesellschaftliche Projekte, sind bis zu 10.000 Euro vorgesehen. Für öffentlich zugängliche, grenzüberschreitende Veranstaltungen, die den Programmindikator RCO 115 (Events) erfüllen, sind bis zu 25.000 Euro möglich.

🗂️ Antragsverfahren und Formalien Die Anträge sind zweisprachig auf Deutsch und Polnisch, inhaltlich deckungsgleich, und enthalten unter anderem ein separates Excel-Kostenblatt. Die Übermittlung erfolgt elektronisch an die angegebene Adresse der Euroregion. Mit der Einreichung entsteht kein Rechtsanspruch; die Bewilligung eines bestimmten Pauschalbetrags ist nicht garantiert, und die Förderfähigkeit wird erst mit Vertragsabschluss bestätigt.

🧭 Beratung als Praxisempfehlung Die Euroregion rät ausdrücklich zur frühzeitigen Beratung, um die komplexen Vorgaben korrekt umzusetzen. Auch lokale Medien unterstreichen die Notwendigkeit, gerade angesichts kurzer Fristen und möglicher formaler Fallstricke. Wer rechtzeitig Klärung sucht, reduziert Risiken und stärkt die Qualität der Antragsunterlagen.

📊 Einordnung und Ausblick Der Fonds setzt klare Akzente: Begegnungen finanzieren, Vertrauen stärken, Grenzräume praktisch beleben. Gleichzeitig mahnt der konservative Blick zu Sorgfalt: enge Fristen, begrenzte Fördersummen und hohe Formalklarheit verlangen saubere Planung und realistische Ziele. Gefragt sind Projekte mit greifbarem Mehrwert jenseits des bloßen Eventcharakters — klein, solide konzipiert, messbar und wiederholbar. Wer diese Hausaufgaben erledigt und sich fachlich beraten lässt, kann die Mittel gezielt nutzen, um im deutsch-polnischen Alltag Brücken zu schlagen.

🗨️ Kommentar der Redaktion Diese Antragsrunde ist sinnvoll, wenn sie nüchtern und zweckorientiert genutzt wird. Öffentliche Mittel sind knapp; sie gehören in wenige, sauber geplante Vorhaben statt in wohlfeile Symbolpolitik. Maßstab müssen belegbare Ergebnisse und Wiederholbarkeit sein, nicht der Lautstärkepegel eines Events. Wer die Regeln ignoriert oder auf Abkürzungen hofft, gefährdet Vertrauen und verspielt Chancen für echte Zusammenarbeit. Unser Standpunkt: Strenge Disziplin, klare Prioritäten, kein Aktionismus.

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