🚦 Teil-Stillstand im Lausitzer Nahverkehr: Verdi-Streik trifft Cottbus, Spree-Neiße und OSL

📰 Warnstreik in der Lausitz Am Montag, 2. Februar 2026, ruft die Gewerkschaft Verdi Beschäftigte mehrerer Verkehrsbetriebe in der Lausitz zum Warnstreik auf. In Cottbus, im Landkreis Spree-Neiße sowie im Oberspreewald-Lausitz-Kreis sind ganztägig spürbare Einschränkungen bei Bus und Straßenbahn angekündigt. In den Landkreisen Bautzen und Görlitz soll der Linienverkehr hingegen weitgehend regulär laufen. Ziel der Arbeitsniederlegung ist es, in der laufenden Tarifrunde Druck auf die Arbeitgeber aufzubauen.

ℹ️ Hintergrund der Tarifrunde Nach Gewerkschaftsangaben liegt in der aktuellen Verhandlungsrunde bislang kein Angebot der Arbeitgeber vor. Verdi begründet den Warnstreik mit der Notwendigkeit, Bewegung in festgefahrene Gespräche zu bringen. Dass in Bautzen und Görlitz weitergefahren wird, verweist auf unterschiedliche Ausgangslagen und Arbeitgeberstrukturen innerhalb der Lausitz.

🏢 Betroffene Unternehmen Direkt betroffen sind die Cottbusverkehr GmbH sowie die Spree-Neiße-Cottbusverkehr GmbH; auch die Verkehrsgesellschaft Oberspreewald-Lausitz wurde zum Ausstand aufgerufen.

  • Cottbusverkehr GmbH
  • Spree-Neiße-Cottbusverkehr GmbH
  • Verkehrsgesellschaft Oberspreewald-Lausitz

🕘 Zeitplan und Kundgebungen Verdi plant ab 9:00 Uhr eine Kundgebung am Cottbuser Hauptbahnhof. Anschließend ist ein Demonstrationszug zum Stadthaus vorgesehen, mit einer Abschlusskundgebung gegen 12:30 Uhr.

🚏 Einschränkungen im Betrieb Die Unternehmen rechnen über den gesamten Betriebstag mit erheblichen Ausfällen auf nahezu allen Tram-, Stadt- und Regionalbuslinien. Fahrgäste werden gebeten, sich kurzfristig online zu informieren.

🗺️ Regionale Unterschiede Gleichzeitig soll der Linienverkehr in den Landkreisen Bautzen und Görlitz planmäßig laufen. Damit entsteht ein Flickenteppich der Erreichbarkeit, der Pendler und Familien je nach Wohnort sehr unterschiedlich trifft.

🧭 Fazit Der Warnstreik legt den Finger in die Wunde einer Tarifauseinandersetzung, die bislang ohne Arbeitgeberangebot auskommen musste. Arbeitskämpfe sind ein legitimes Mittel, doch im Grundversorgungsbereich Nahverkehr ist Augenmaß gefragt. Jetzt sind beide Seiten gefordert: Die Arbeitgeber, zügig ein verhandlungsfähiges Angebot vorzulegen, und Verdi, die Verhältnismäßigkeit zu wahren und Auswirkungen auf Unbeteiligte so gering wie möglich zu halten. Ein schneller Einstieg in ernsthafte Gespräche liegt im Interesse der gesamten Region.

🗨️ Kommentar der Redaktion Der Warnstreik trifft vor allem diejenigen, die auf verlässliche Mobilität angewiesen sind. Wer den Nahverkehr lahmlegt, trägt besondere Verantwortung, die Grenzen der Verhältnismäßigkeit strikt einzuhalten. Zugleich gilt: Ohne ein konkretes Angebot der Arbeitgeber drohen die Fronten zu verhärten und die Region bleibt auf der Strecke. Deshalb ist jetzt Führung gefragt, nicht Symbolpolitik. Arbeitgeber müssen endlich liefern, Verdi muss Maß halten. Die Lausitz braucht Verbindlichkeit statt weiterer Nervenproben.

Quelle: Externe Quelle

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