🧵 Aufbruch in Großschönau
🧭 In Großschönau will die neue Leiterin der Webschule einen historischen Ort der Textilbildung zu einem publikumswirksamen Anlaufpunkt für Kultur- und Textilinteressierte formen. Annemarie Mönch, 35, setzt auf ein Programm, das regionale Tradition sichtbar macht und zugleich Besucher anzieht. Ziel ist ein Dreh- und Angelpunkt für Menschen, die sich für Webstühle, Stoffe und deren Geschichte begeistern – mit einem erwarteten Impuls für den Tourismus im Ort.
🏛️ Historische Grundlage und Trägerschaft
📜 Die Webschule wurde 1871 als Ausbildungsstätte für Weber und Musterzeichner gegründet und steht heute im landschaftlich begünstigten Umfeld des Zittauer Gebirges für den Versuch, handwerkliche Tradition mit zeitgemäßer Kulturarbeit zu verbinden.
🏘️ Träger des jungen Projekts ist die Gemeinde Großschönau, die den Standort als kulturelles und textiles Kreativzentrum positioniert. Damit knüpft die Kommune an die historisch gewachsene Identität des Textildorfs an und betont das Erbe der lokalen Weberei.
🛠️ Offene Werkstatt und praktische Zugänge
🪡 Inhaltlich setzt die Webschule auf niederschwellige Angebote und sichtbare Aktivität vor Ort. Die „Offene Webwerkstatt“ erlaubt Einblicke in das Einrichten und Betreiben der Geräte – Anfassen und Mitmachen ausdrücklich erwünscht.
🎟️ Programmvielfalt und Termine
🎼 Das Programm reicht von Kursen zum Weben und zur Verarbeitung von Naturfasern bis hin zu Konzerten, Kaffeekonzerten und kleineren Ausstellungen. Geplant sind zudem thematische Formate wie Pilzausstellungen und Saatgutbörsen sowie Beiträge zum Textildorffest. Für 2026 liegt bereits ein vorläufiges Programm bis Ende April vor. Ansprechpartnerin ist Annemarie Mönch als Projektleitung, unterstützt von Steffi Friebolin für Werkstatt und Kreativkurse.
- Kurse: Weben und Verarbeitung von Naturfasern
- Veranstaltungen: Konzerte, Kaffeekonzerte, kleinere Ausstellungen
- Formate: Pilzausstellungen, Saatgutbörsen, Beiträge zum Textildorffest
- Organisation: Projektleitung Annemarie Mönch, unterstützt von Steffi Friebolin
🎯 Ziele und Wirkung
🔗 Die Webschule soll als zentraler Ort für die Begegnung von handwerklicher Praxis und kultureller Vermittlung wirken. Der Ansatz verbindet die Sichtbarmachung regionaler Tradition mit einem attraktiven Besuchererlebnis – mit der Perspektive, touristische Effekte für Großschönau zu entfalten.
🧭 Bewertung und Ausblick
🧱 Der Anspruch, die Webschule zu einem Kultur-Hotspot auszubauen, ist ambitioniert und zugleich im besten Sinne konservativ: Er setzt auf Handwerk, Geschichte und regionale Verankerung. Entscheidend wird sein, ob kontinuierlich qualitativ belastbare Formate gelingen, ein Publikum über die Region hinaus erreicht wird und Partnerschaften mit lokalen Akteuren vertieft werden. Die neue Leitung setzt erkennbar auf praktische Zugänge statt bloßer Schaufenstertradition. Gelingt dieser Ansatz, kann die Webschule ein kompaktes, tragfähiges kulturelles Profil im ländlichen Raum etablieren – mit Ausstrahlung auf Tourismus und Identität des Ortes.
🗨️ Kommentar der Redaktion
🧭 Der eingeschlagene Weg ist richtig, weil er Bewährtes stärkt statt modischen Experimenten nachzulaufen. Wer im ländlichen Raum bestehen will, muss Qualität verlässlich liefern und das Eigene selbstbewusst vertreten. Eventhopping ersetzt keine Substanz; gefragt sind klare Profile, verlässliche Formate und Disziplin in der Umsetzung. Die Webschule darf ihr Herzstück – das Handwerk – nicht zugunsten beliebiger Programmpunkte verwässern. Wenn Kooperationen vor Ort klug genutzt und Prioritäten konsequent gesetzt werden, kann Großschönau eine solide Blaupause für kulturelle Erneuerung aus eigener Kraft liefern.
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