🏛️ Bürgergremium im Dreiländereck: Zittau startet Bewerbungsphase für neuen Trialog-Rat

📣 Aufruf zur Mitarbeit Der Städteverbund des Kleinen Dreiecks mit Zittau in Deutschland, Bogatynia in Polen und Hrádek nad Nisou in Tschechien ruft Bürgerinnen und Bürger zur Mitarbeit in einem neuen Trialog-Rat auf. Ziel ist es, die Bevölkerung stärker in die grenzüberschreitende Regionalentwicklung einzubinden.

🧩 Zusammensetzung und Anspruch Gesucht werden je fünf Mitglieder pro Stadt; besondere Vorkenntnisse oder Sprachkenntnisse sind nicht erforderlich. Entscheidend ist die Perspektive der Menschen vor Ort, nicht formales Expertenwissen.

🗓️ Sitzungsrhythmus und Orte Der Rat tagt dreimal im Jahr an wechselnden Orten in allen drei Städten. Die Teilnahme wird mit 50 Euro pro Sitzung vergütet.

✉️ Bewerbung und Verfahren Bewerbungen sind bis zum 15. Februar 2026 per E-Mail an den Städteverbund zu richten. Die Bewerbung ist unbürokratisch möglich; weiterführende Informationen stellt der Städteverbund auf der Projektseite bereit.

📚 Hintergrund Die Initiative knüpft an das mehrjährige Beteiligungsprojekt „Trialog im Dreiländereck“ an, das 2023 startete und am 3. November 2025 mit einer Abschlussveranstaltung bilanziert wurde. Aus Workshops, Befragungen und Austauschrunden gingen 152 Vorschläge zur Weiterentwicklung der Region hervor; zugleich wurde eine Anschlussförderung durch die Robert Bosch Stiftung zugesagt.

🏛️ Fundament für Beteiligung Damit liegt ein belastbares Fundament für eine kontinuierliche, grenzüberschreitende Bürgerbeteiligung vor – mit Blick auf die Zeit nach der Kohle und die strukturellen Herausforderungen einer vernetzten Grenzregion.

🎯 Aufgaben und Themenfelder Der künftige Trialog-Rat soll als beratendes Gremium die Sicht der Bürgerschaft auf zentrale Fragen der regionalen Zukunftsgestaltung einbringen – von Infrastruktur und Wirtschaft über Umwelt bis zu Bildung und Identität.

🔁 Arbeitsweise Rotierende Tagungsorte verankern die Zusammenarbeit über die Grenze hinweg praktisch; die pauschale Aufwandsentschädigung unterstreicht den Charakter bürgerschaftlichen Engagements.

ℹ️ Eckdaten auf einen Blick Die wichtigsten Punkte zum neuen Trialog-Rat:

  • Je fünf Mitglieder pro Stadt aus Zittau, Bogatynia und Hrádek nad Nisou
  • Dreimal jährlich Sitzungen an wechselnden Orten
  • 50 Euro Aufwandsentschädigung pro Sitzung
  • Bewerbung per E-Mail bis 15. Februar 2026
  • Keine besonderen Vorkenntnisse oder Sprachkenntnisse erforderlich

Einordnung und Ausblick Der Start des Bewerbungsverfahrens ist ein sachlich sinnvoller Schritt, um Bürgernähe in der Dreiländerregion nicht nur zu proklamieren, sondern institutionell zu verankern. Für Glaubwürdigkeit und Wirkung werden transparente Auswahlkriterien, klare Aufgaben und eine messbare Rückkopplung in die kommunalen Entscheidungen entscheidend sein. Gelingt dies, kann der Trialog-Rat zur verlässlichen Stimme der Zivilgesellschaft werden und als nüchternes, wirksames Korrektiv politischer Routinen dienen.

🗨️ Kommentar der Redaktion Bürgerbeteiligung ist kein Selbstzweck, sondern muss zu überprüfbaren Ergebnissen führen. Ohne klare Zuständigkeiten und nachvollziehbare Auswahl droht der Rat zur Symbolpolitik zu verkommen. Drei Sitzungen im Jahr und eine geringe Pauschale reichen aus, wenn Prozesse diszipliniert, fokussiert und an Prioritäten ausgerichtet sind. Entscheidend ist die konsequente Rückkopplung in die kommunalen Beschlüsse: Empfehlungen sind entweder umzusetzen oder transparent zu verwerfen. Nur so entstehen Ordnung, Verlässlichkeit und die dringend nötige Prioritätensetzung in einer Region im Umbruch.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Aktuelle Nachrichten

Folg uns

Folg uns auf Social Media

Verpasse keine News und Updates – folge uns jetzt!

Täglich aktuelle Nachrichten aus Zittau, der Oberlausitz und ganz Deutschland

Zittauer Zeitung | Echt. Lokal. Digital.