🚀 Wenn Forscher zu Unternehmern werden: VibroCut aus Sachsen auf Erfolgskurs

🏆 Start-up aus Chemnitz gewinnt „Fabrik des Jahres“ – mit Technik aus dem Fraunhofer-Labor

Chemnitz – Der Weg vom Forschungslabor zum erfolgreichen Unternehmen ist oft steinig – doch Oliver Georgi (38) und sein Team haben ihn gemeistert. Mit dem Start-up VibroCut bringt er hochpräzise Ultraschalltechnik in die Werkzeugmaschinenindustrie – und das mit durchschlagendem Erfolg.

Gerade wurde VibroCut beim renommierten Wettbewerb „Fabrik des Jahres 2024“ als „Start-up des Jahres“ ausgezeichnet – ein Preis, der sonst eher Giganten wie BMW oder Phillips vorbehalten ist.

🔬 Ursprung im Fraunhofer IWU – Forschung trifft Industrie

Die Geschichte beginnt 2015 am Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik (IWU) in Chemnitz. Georgi, damals noch als Wissenschaftler tätig, entwickelt mit Martin Schwarze (31) und Carlo Rüger (43) neue Prototypen für den Einsatz in der Serienfertigung – etwa für den Automobilzulieferer Schaeffler.

„Wir haben den Bedarf in der Industrie direkt gespürt – und dann beschlossen, unsere Technologie selbst zu vermarkten“, so Georgi.

Der Schritt in die Selbstständigkeit war mutig – aber offenbar genau richtig.

⚙️ Das Produkt: Hightech für weniger Kraft und mehr Präzision

VibroCut stellt aktuell zwei Produkte her, die sich an Serienfertiger in der Automobil- und Halbleiterindustrie richten:

  • „VibroCut ultrasonic“: Ein Hochfrequenzaufsatz für Bohr- und Schleifprozesse, der durch Ultraschallvibrationen bis zu 56 % Kraft einspart.
  • Ein weiteres Produkt ist in Planung – Details sind noch geheim, aber die Richtung ist klar: Präzision, Effizienz, Industrie 4.0.

Die Geräte kosten zwischen 10.000 und 40.000 Euro – eine Investition, die sich laut Georgi schnell amortisiert.

🧪 Standortvorteil: Synergien mit Fraunhofer

VibroCut nutzt weiterhin Versuchsanlagen des Fraunhofer IWU, wenn dort Kapazitäten frei sind – ein Modell, das jungen Hightech-Firmen viel Zeit und Geld spart.

Aktuell beschäftigt das Start-up neun Mitarbeiter und erwirtschaftet einen Jahresumsatz von rund 500.000 Euro. Doch das Team denkt größer:

„Die Zielmarke liegt bei fünf Millionen Euro Umsatz“, so Georgi. Und: „Die nächste Innovation steht schon in den Startlöchern.“

🌍 Bedeutung für Sachsen: Gründertum aus der Forschung stärken

VibroCut ist ein Paradebeispiel für erfolgreiche Ausgründungen aus der Wissenschaft – ein Ziel, das die sächsische Landespolitik seit Jahren verfolgt. Mit gezielter Förderung, Gründerwettbewerben und enger Anbindung an Forschungsinstitute wie das Fraunhofer IWU entstehen zukunftsweisende Technologien dort, wo früher Industrie abwanderte.

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