⛪️ Abschied in Seifhennersdorf: Pfarrer André Rausendorf beendet 33 Dienstjahre – Nachfolge steht

📅 Abschiedstermin und Festgottesdienst Nach mehr als drei Jahrzehnten an der Spitze der evangelischen Kirchgemeinde Am Großen Stein tritt Pfarrer André Rausendorf zum 1. Februar 2026 in den Ruhestand. Verabschiedet wird er am Sonntag, 25. Januar 2026, um 14 Uhr in der Seifhennersdorfer Kirche; den Festgottesdienst leitet Superintendent Raik Fourestier.

👤 Geregelte Nachfolge Die Nachfolge ist intern geklärt: Michael Müller, bislang mit halber Stelle im Amt, übernimmt künftig in Vollzeit. Zugleich entfällt eine bisherige halbe Pfarrstelle, womit die bisherige 1,5-Pfarrstellen-Struktur auf eine Vollzeitstelle reduziert wird.

🕊️ 33 Jahre Seelsorge und Leitung Rausendorf prägte über 33 Jahre die Seelsorge in Seifhennersdorf, Leutersdorf und Spitzkunnersdorf. 2014 wirkte er an der Fusion zur Kirchgemeinde Am Großen Stein mit, 2021 übernahm er im Rahmen der landeskirchlichen Neuordnung die Leitung des Schwesterkirchverbundes mit Großschönau und Mittelherwigsdorf-Oderwitz.

🏛️ Historische Wegmarken der Gemeinde Die Gemeinde blickt auf markante Wegmarken zurück: das Jubiläum 200 Jahre Kirchweih im Jahr 1998, 80 Jahre Wiedereinweihung 2016 sowie die Aufarbeitung der Brandzerstörung von 1935 und den Wiederaufbau mit Re-Weihe 1936.

🎶 Kirchenmusik und Engagement vor Ort Als Gestalter vor Ort verantwortete Rausendorf zahlreiche kirchliche Feste und hochkarätige Kirchenmusik, darunter der Auftritt des Dresdner Kreuzchores 2006 und Konzerte mit Organist Matthias Eisenberg. 2007 sprang er kurzfristig als Vakanzvertreter in Spitzkunnersdorf ein und trieb ab 2004 die Sanierung der Leutersdorfer Christuskirche mit voran; mit der Glockenweihe 2020 fand das Projekt einen vorläufigen Abschluss.

🧭 Strukturen im Schwesternkirchverhältnis In Schwesternkirchverhältnissen koordiniert ein Pfarramtsleiter die Arbeit der Pfarrerinnen und Pfarrer über mehrere Orte hinweg; Weisungsbefugnisse bestehen nur, soweit es für das Funktionieren von Pfarramt und Verwaltung nötig ist. Dieses Modell ist in der sächsischen Landeskirche Teil des laufenden Strukturwandels.

📌 Ausblick und Prioritäten Mit Rausendorfs Ruhestand endet eine ungewöhnlich lange Amtszeit, die Kontinuität und Bindungskraft in einer ländlichen Region gesichert hat. Die geregelte Nachfolge spricht für Verantwortungsbewusstsein, doch die reduzierte Pfarrkapazität verlangt klare Prioritäten, damit Gottesdienste, Seelsorge und kirchliche Bildungsarbeit vor Ort verlässlich bleiben. Kontinuität ist ein Wert an sich und muss unter knapper werdenden Ressourcen aktiv organisiert werden.

🗨️ Kommentar der Redaktion Eine Kirche, die ihre Ordnung ernst nimmt, regelt Nachfolge intern und rechtzeitig. Rausendorfs lange Amtszeit steht für Treue und Verlässlichkeit; daran sollte die Gemeinde anknüpfen. Die Reduktion der Pfarrkapazität ist ein Einschnitt, der klare Prioritäten und Disziplin erfordert. Gottesdienst, Seelsorge und kirchliche Bildung sind Kernaufgaben und dürfen nicht verwässert werden. Der Kurs der Konzentration ist richtig, wenn er konsequent und transparent umgesetzt wird.

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