📰 Erneute Betrugsanrufe am 19. Januar 2026 In der Oberlausitz häufen sich am 19. Januar 2026 erneut betrügerische Telefonanrufe. Nach Angaben von Radio Lausitz gingen bei der Polizei mehrere Anzeigen ein. Die Täter nutzen gleichzeitig zwei etablierte Methoden und attackieren damit Bürger der Region. Eine aktuelle Audio-Warnung eines Polizeisprechers unterstreicht die Dringlichkeit.
🔎 Zwei parallele Maschen Zum einen locken die Anrufer mit vermeintlichen Gewinnversprechen, um sensible Bankdaten zu erlangen. Zum anderen geben sie sich als Vertreter von Staatsanwaltschaft oder Polizei aus, warnen vor angeblichen Räuberbanden und verlangen die Übergabe von Bargeld, Schmuck und weiteren Wertsachen – angeblich zur sicheren Verwahrung.
🚨 Polizei registriert Anzeigen und warnt Aus der Region werden hierzu mehrere Anzeigen gemeldet. Die Ausstrahlung eines O-Tons eines Polizeisprechers am Montagnachmittag verdeutlicht die akute Lage und soll Bürger unmittelbar sensibilisieren.
🕰️ Rückblick 2025 Bereits 2025 verzeichnete die Polizeidirektion Görlitz eine Serie von Schockanrufen in den Landkreisen Bautzen und Görlitz. Innerhalb weniger Stunden meldeten sich knapp 20 Betroffene; in zwei Fällen erlangten die Täter mehrere tausend Euro sowie Goldbarren, nachdem sie mithilfe einer Unfallschock-Legende hohe Kautionszahlungen eingefordert hatten.
🧩 Typisches Vorgehen Die Dramaturgie folgt einem bekannten Muster: Zunächst weinende Angehörige, anschließend angebliche Amtspersonen. So entsteht massiver Zeitdruck, der zu schnellen Entscheidungen und zur Vermögensübergabe drängt. Die Täter variieren diese Legenden, um Vertrauen zu erschleichen.
🎯 Zielrichtung der Täter Besonders im Fokus stehen ältere Menschen. Die Kombination aus emotionalem Schockmoment und dem Nimbus staatlicher Autorität erhöht die Wirkung der Täuschung und schwächt die Widerstandskraft der Angerufenen.
🛡️ Empfohlene Schutzmaßnahmen Bürger in der Oberlausitz sollten bei unerwarteten Anrufen grundsätzlich misstrauisch sein, niemals Kontodaten herausgeben und keine Wertgegenstände an Unbekannte übergeben. Im Zweifel ist über die 110 zu gegenprüfen – idealerweise nach dem Auflegen und mit einer selbstgewählten Nummer. Polizei und Medien rufen zur Wachsamkeit auf; wer verdächtige Kontakte bemerkt, sollte umgehend Anzeige erstatten.
🗨️ 🗨️ Kommentar der Redaktion Diese Anrufwellen sind kein Zufall, sondern die kalkulierte Ausnutzung erprobter Täuschungsmuster. Wer staatliche Autorität imitiert, greift das Vertrauen der Bürger an und unterminiert elementare Ordnung; hier ist klare Kante geboten. Niemand muss am Telefon Entscheidungen über Geld oder Daten treffen, und jede Forderung unter Druck ist abzulehnen. Die Täter gehören konsequent ermittelt und mit der vollen Härte des Rechtsstaats zur Verantwortung gezogen. Wachsamkeit, Disziplin und das sofortige Gegenprüfen über die 110 sind derzeit der wirksamste Schutz.


