🏛️ Rückenwind für Zittaus Innenstadt Nach einem ersten Vor-Ort-Termin am Dienstag, 13. Januar 2026, zeigten sich Vertreter namhafter Markenhersteller positiv überrascht von den potenziellen Ladenflächen in der Altstadt. Ein weiterer Besuch ist für den 16. Februar 2026 terminiert – dann sollen auch Ladenbauer mitkommen. Ziel bleibt, zeitnah zu konkreten Mietzusagen zu gelangen.
🛍️ „Dreiland Outlet“ als Leitidee Hinter dem Vorstoß steht das privat initiierte Projekt „Dreiland Outlet“ um Kathrin Scholz und Mitstreiter. Anders als klassische Einkaufszentren zielt der Ansatz auf die Belebung der historischen Innenstadt: Outlet-Stores sollen eng mit traditionellem Handwerk und regionalen Produkten aus Deutschland, Tschechien und Polen verzahnt werden. Der Anspruch ist, touristische Strahlkraft mit dauerhafter Frequenz zu verbinden.
🏘️ Verzahnung von Marken und Handwerk Das Konzept setzt auf komplementäre Angebote, die Markenauftritte und regionale Wertschöpfung zusammenführen. So sollen attraktive Einkaufsanlässe entstehen, die über bloße Schnäppchenjagd hinausgehen und den Stadtraum kontinuierlich beleben.
🏆 Städtische Flankierung und Auszeichnung Parallel treibt die Stadt Zittau Maßnahmen zur Qualitätssteigerung der Innenstadt voran. Am 1. Dezember 2025 wurde das Marktplatz- und Aufenthaltskonzept beim City-Wettbewerb „Ab in die Mitte“ ausgezeichnet – ein Signal, dass kommunale Aufwertung und private Initiative zusammenwirken.
📍 Fokusflächen in der Altstadt Beim Rundgang richtete sich der Blick auf leerstehende Geschäfte an der Inneren Weberstraße und der Bautzner Straße. Beide Lagen bieten Nähe zum Markt und ausreichend Fläche für profilierte Markenauftritte – zentrale Voraussetzungen für einen tragfähigen Start.
🗓️ Nächste Schritte bis 16. Februar 2026 Bis zum Folgetermin Mitte Februar sollen passende Grundrisse vorbereitet werden; zudem haben sich weitere Interessenten angekündigt. Gelingt der Schulterschluss zwischen Marken, Eigentümern und Ladenbauern, könnten kurz darauf erste Mietzusagen folgen – ein notwendiger Schritt, um das Konzept zu verankern.
⚙️ Voraussetzungen für Verbindlichkeit Damit aus positiven Signalen belastbare Perspektiven werden, braucht es klare Rahmenbedingungen. Ohne vertragliche und organisatorische Klarheit droht Stillstand statt Start.
- Belastbare Mietverträge mit nachvollziehbaren Laufzeiten
- Tragfähige Wirtschaftspläne mit realistischen Annahmen
- Klare Zuständigkeiten bei Sanierung und Ladenbau
- Schlüssiges Verkehrs- und Parkraumkonzept
⚖️ Risiken und Chancen nüchtern abwägen Die Ausgangslage ist ermutigend, doch ohne konsequente Umsetzung droht ein Strohfeuer statt nachhaltiger Belebung. Entscheidend ist, Erwartungen zu erden und Schritte nur dann zu gehen, wenn sie finanziell und organisatorisch getragen sind.
🔭 Ausblick Ob das Vorhaben zu einem stabilen Frequenzbringer im Dreiländereck wird, entscheidet sich ab dem 16. Februar 2026. Maßgeblich sind konkrete Zusagen, realistische Zeitpläne und die Bereitschaft aller Beteiligten, langfristig zu investieren und Verantwortung zu übernehmen.
🗨️ Kommentar der Redaktion Die Richtung stimmt, doch Applaus gibt es erst, wenn die Unterschriften trocken sind. Innenstadtbelebung ist kein Experimentierfeld, sondern verlangt Disziplin, Verbindlichkeit und klare Zuständigkeiten. Parkraum- und Verkehrsfragen müssen vor Eröffnung gelöst sein – nicht im laufenden Betrieb. Wer Tempo verspricht, muss Finanzierung und Ladenbau zugleich sichern. Unsere Linie ist konservativ: erst Verträge und Pläne, dann Umbauten und Marketing.


