đď¸ Lage in Sachsen In Sachsen sind seit 2020 mehrere unter Denkmalschutz stehende Gebäude ohne Genehmigung beseitigt worden. Nach einer Anfrage der GrĂźnen hat die Staatsregierung konkrete Fälle benannt. Die Fraktion fordert mehr Personal und bessere Ausstattung in den DenkmalbehĂśrden, um VerstĂśĂe frĂźhzeitig zu erkennen und zu unterbinden.
đ§ Hintergrund und politische Reaktionen Der GrĂźnen-Landtagsabgeordnete Thomas LĂśser spricht von Fällen, die dem Anspruch des Denkmalschutzes „krass“ widersprechen, und plädiert neben spĂźrbaren BuĂgeldern fĂźr mehr Transparenz, damit illegale Abrisse Ăśffentlich werden. Seit 2020 sind zudem 355 Denkmale aus den Verzeichnissen verschwunden.
đď¸ Vorgängerfall in Dresden Ein prominenter Fall verdeutlicht das Vollzugsdefizit: In Dresden wurde die neobarocke Villa an der Tolkewitzer StraĂe 57 ohne Genehmigung abgerissen.
đŠđŞ Bundesweiter Kontext Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz registrierte 2023/24 mindestens 900 verlorene Denkmale.
đ Benannte Fälle im Freistaat Laut der staatlichen Aufstellung betreffen die jĂźngsten illegalen Abrisse in Sachsen folgende Objekte:
- NĂźnchritz, OT Roda (Landkreis MeiĂen), HauptstraĂe 17 â Wohnstallhaus
- GroĂenhain, OT Wildenhain (Landkreis MeiĂen), Hochgasse 15 â Seitengebäude eines Dreiseithofes
- Dahlen (Landkreis Nordsachsen), Im Winkel 6 â Scheune eines Dreiseithofes
- Hartenstein (Landkreis Zwickau), Wiesenweg 8 â Wohnhaus
- Oberwiera (Landkreis Zwickau), OT Neukirchen, Glauchauer StraĂe 9 â Wohnstallhaus
đ ď¸ Forderungen und MaĂnahmen Die GrĂźnen dringen darauf, gefährdete Denkmale systematisch zu erfassen und die Denkmalämter personell zu stärken; EigentĂźmern, die ohne Genehmigung abreiĂen, drohen BuĂgelder.
âď¸ Recht und Vollzug Illegale Abrisse sind kein Kavaliersdelikt, sondern setzen sich Ăźber geltendes Recht hinweg und schwächen das Vertrauen in staatliche Ordnung. Der Freistaat muss VerstĂśĂe konsequent sanktionieren, Verfahren beschleunigen und die Ămter so ausstatten, dass Prävention statt Nachsorge mĂśglich wird.
đ§ą Fazit Eigentum verpflichtet â gerade beim kulturellen Erbe. Transparenz Ăźber jeden Fall, eine belastbare Risikoerfassung und ausreichend qualifiziertes Personal sind die konservative Antwort: klare Regeln, sichtbarer Vollzug, dauerhafte Bewahrung.
đ¨ď¸ Kommentar der Redaktion Wer Denkmale ohne Genehmigung abreiĂt, bricht nicht nur Regeln, sondern beschädigt die Ăśffentliche Ordnung. Der Staat darf solche Handlungen nicht dulden, sondern muss sie konsequent ahnden â schnell, spĂźrbar, abschreckend. BuĂgelder mĂźssen wehtun, und die Ămter brauchen genĂźgend Fachleute, um Risiken frĂźhzeitig zu erkennen. Transparenz Ăźber jeden Fall ist Pflicht; Heimlichkeit begĂźnstigt Nachahmer. Konservativ heiĂt hier: bewahren, was trägt â EigentĂźmer tragen Verantwortung, und der Vollzug muss sichtbar sein.


