DAS NEUSTE

🏗️ IHK Dresden bündelt Strukturwandel: Görlitzer Manager führt neue Stabsstelle

🏢 Neuer Taktgeber für den Strukturwandel Zum Jahresbeginn übernimmt der langjährige Görlitzer Geschäftsstellenleiter Frank Großmann die Leitung einer neu geschaffenen Stabsstelle der IHK Dresden. Ziel ist, die Stimme der regionalen Wirtschaft im Transformationsprozess deutlicher zu positionieren und Projekte stringenter zu bündeln. Laut IHK-Hauptgeschäftsführer Lukas Rohleder stehen der Ausbau von Verkehrswegen und die Erschließung zusätzlicher Gewerbeflächen im Vordergrund. Die Leitung der IHK-Büros in Görlitz und Zittau soll zeitnah neu besetzt werden.

🌍 Net Zero Valley als industriepolitischer Rahmen Am 16. Dezember 2025 wurde die Lausitz von Sachsen und Brandenburg als erstes Net Zero Valley Europas ausgewiesen. Damit erhält die Region einen klaren industriepolitischen Rahmen, um klimafreundliche Schlüsseltechnologien schneller anzusiedeln, Genehmigungen zu straffen und Investitionen in Infrastruktur zu priorisieren. Die Initiative zielt darauf, den Wandel vom fossilen Erbe hin zu wettbewerbsfähigen, CO₂-armen Wertschöpfungsketten zu beschleunigen.

🚆 Zentrale Steuerung und bessere Anbindungen Mit der neuen Stabsstelle setzt die IHK Dresden auf zentrale Steuerung und eine stärkere Interessenvertretung gegenüber Politik und Verwaltung. Der Schwerpunkt liegt auf Verkehrsanbindungen – Schiene, Straße und Korridore für die Güterlogistik – sowie auf der Entwicklung sofort nutzbarer Industrieareale. Damit adressiert die Kammer zentrale Engpässe, die Investitionen und Ansiedlungen bislang verlangsamen. Dass ein erfahrener Netzwerker aus Görlitz die Leitung übernimmt, deutet auf eine stärkere Verankerung in der Fläche und kürzere Wege zwischen Unternehmen, Kommunen und Behörden hin.

🧑‍💼 Neubesetzungen als Standortfaktor Die zeitnahe Neubesetzung der Geschäftsstellen in Görlitz und Zittau ist mehr als ein Personalakt: Sie entscheidet über die Präsenz der IHK vor Ort, die Qualität der Projektbetreuung und die Schlagzahl bei Genehmigungen. In Verbindung mit dem Net-Zero-Valley-Rahmen kann die Stabsstelle als Schnittstelle dienen, um Flächenpotenziale zu heben, Verfahren zu synchronisieren und Planungsrisiken zu mindern – vorausgesetzt, Zuständigkeiten sind klar und Prozesse messbar.

🎯 Handlungsfelder im Fokus

  • Ausbau von Schiene, Straße und Korridoren für die Güterlogistik
  • Erschließung sofort nutzbarer Industrie- und Gewerbeflächen
  • Straffere Genehmigungen und synchronisierte Verfahren
  • Priorisierte Infrastrukturinvestitionen im Rahmen des Net Zero Valley

📊 Messlatte der Umsetzung Die Weichenstellung ist richtig, der Maßstab bleibt streng: Der Strukturwandel in der Lausitz wird sich an konkreten Ergebnissen messen lassen – schnellerer Ausbau von Verkehrsinfrastruktur, verfügbare Industrieflächen, belastbare Zusagen von Investoren. Die neue IHK-Stabsstelle kann hier Taktgeber sein. Entscheidend wird, ob sie bürokratische Reibungsverluste reduziert, lokale Anliegen in landes- und bundespolitische Entscheidungen übersetzt und die Region im Wettbewerb um Projekte sichtbar macht. Der Anspruch Net Zero Valley ist ein Versprechen – nun muss die Umsetzung liefern.

🗨️ Kommentar der Redaktion Die IHK setzt die richtigen Akzente, doch ohne klare Zuständigkeiten, Fristen und messbare Kennzahlen bleibt der Strukturwandel Ankündigung. Infrastruktur vor Image: Schiene, Straße und nutzbare Flächen müssen zuerst kommen. Verwaltung und Projektträger sind gefordert, Verfahren zu straffen und Verlässlichkeit zu beweisen. Wer Mittel beansprucht, muss Tempo, Prioritäten und Ergebnisse liefern. Das Net Zero Valley ist kein Etikett, sondern ein Härtetest für Politik und Wirtschaft.

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