⛽ Neuer CO₂-Preis am Zapfhahn: Ab 2026 drohen spürbare Aufschläge beim Tanken

⛽️ Neues Preissystem an der Zapfsäule ab 2026 In Deutschland wird die nationale CO₂-Abgabe auf fossile Kraftstoffe ab 2026 nicht mehr zum Festpreis erhoben, sondern erstmals in einem vorgegebenen Korridor versteigert. Der ADAC warnt vor Aufschlägen von rund drei Cent pro Liter bei Benzin und Diesel, die alle Autofahrer betreffen.

📚 Hintergrund und bisherige Regelung Seit 2021 gilt in den Sektoren Verkehr und Wärme ein nationaler CO₂-Preis. 2025 beträgt er 55 Euro pro Tonne, was laut ADAC einem Zuschlag von rund 15,7 Cent je Liter Benzin und 17,3 Cent je Liter Diesel entspricht. Ab 2026 endet die Festpreisphase; CO₂-Zertifikate werden innerhalb eines Rahmens von 55 bis 65 Euro pro Tonne versteigert und die Kosten entlang der Lieferkette an die Verbraucher weitergegeben. Perspektivisch soll ab 2028 die vollständige Marktpreisbildung greifen im Rahmen des europäischen Emissionshandels für Verkehr und Gebäude.

⚙️ Ablauf der Auktionen 2026 Die Leipziger Energiebörse EEX wurde beauftragt, die Versteigerung der nationalen Emissionszertifikate nEHS für 2026 durchzuführen. Geplant sind Auktionen zwischen Juli und Oktober 2026 am geregelten Markt der EEX. Der Auktionskorridor liegt bei mindestens 55 und höchstens 65 Euro pro Zertifikat beziehungsweise Tonne CO₂.

📈 Mögliche Preiswirkung für Benzin und Diesel Liegt der Auktionspreis am oberen Ende des Korridors, steigt die CO₂-Komponente beim Sprit gegenüber 2025 rechnerisch auf etwa 18,6 Cent je Liter Benzin und rund 20,5 Cent je Liter Diesel. Das entspricht einem Plus von ungefähr 2,9 beziehungsweise gut 3,0 Cent pro Liter. Der ADAC spricht von spürbaren Aufschlägen und rät, die Entwicklung im Jahresverlauf genau zu beobachten.

ℹ️ Was am Endpreis noch entscheidet Die konkrete Endkundenpreisbildung hängt weiterhin von Faktoren wie Rohölkurs, Wechselkurs, Wettbewerb vor Ort und Steuerlast ab. Die CO₂-Abgabe bleibt ein gesetzlich determinierter Bestandteil des Literpreises und wirkt 2026 erstmals variabel über den Auktionspreis.

🧭 Konsequenzen für Haushalte und Planung Mit der Abkehr vom Fixpreis rückt beim Tanken ein marktbasiertes Kostenelement in den Vordergrund. Für Verbraucher bedeutet das mehr Unsicherheit und tendenziell höhere Belastungen, wenn auch im begrenzten Rahmen des Korridors. Eine konservative Haushaltsplanung sollte die zusätzlichen Cent pro Liter einkalkulieren. Wichtig ist, die Auktionsentwicklung zu beobachten, Kosten diszipliniert zu managen und keine überhasteten Entscheidungen zu treffen.

🗨️ Kommentar der Redaktion Die Versteigerung der CO₂-Zertifikate ist ein Eingriff, der spürbar an der Zapfsäule ankommt. Wer die Bürger belastet, muss Transparenz, Verlässlichkeit und frühzeitige Kommunikation liefern. Mehrkosten im Cent-Bereich sind zwar begrenzt, doch die Richtung ist klar und verlangt fiskalische Disziplin statt weiterer Experimente. Der Staat steht in der Pflicht, Planungssicherheit zu gewährleisten, bevor 2028 die vollständige Marktpreisbildung greift. Akzeptanz entsteht nicht durch volatile Aufschläge, sondern durch nachvollziehbare Regeln und strikte Kostenkontrolle.

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