🎅 Überblick: Am Vormittag des Heiligabends, 24. Dezember 2025, ist in Görlitz ein Konvoi aus über 60 als Weihnachtsmännern und -frauen verkleideten Fahrern auf Mopeds, Motorrädern und Quads durch die Stadt gefahren. Die Gruppe passierte ein Kinderheim, richtete Festtagsgrüße an die Bevölkerung und setzte ein deutlich sichtbares Zeichen zum Jahresausklang.
🧭 Hintergrund der Tradition: Motorrad- und Mopedfahrten in weihnachtlicher Kostümierung gehören in Ostdeutschland zur Adventszeit seit Jahren zu wiederkehrenden, meist privat organisierten Aktionen. Sie verbinden saisonale Brauchtumspflege mit nachbarschaftlicher Ansprache und regionaler Verbundenheit.
🏍️ Simson als Identitätsanker: Dass in Görlitz auffällig viele Fahrzeuge aus der Simson-Tradition mitfuhren, unterstreicht den anhaltenden Kultstatus der früheren DDR-Marke. Die Mopeds gelten vielerorts als identitätsstiftend und prägen weiterhin das Straßenbild – auch in der Lausitz.
📣 Ablauf und Route: Nach Angaben des Regionalsenders startete der Tross am Vormittag und bewegte sich lärm- und farbkräftig durch mehrere Stadtgebiete. Die Fahrt war als festlicher Gruß angelegt und blieb durch Kostümierung und Maschinenpräsenz unübersehbar.
🧒 Gruß am Kinderheim: Entlang der Strecke führte die Route an einem Kinderheim vorbei, wo die als Nikolausfiguren verkleideten Fahrer ihre Grüße gezielt an den Nachwuchs adressierten. Der Zwischenstopp verlieh der Aktion eine klare soziale Note.
🛞 Konzept ohne Folklore: Die Parade verzichtete auf folkloristische Fortbewegungsmittel und setzte vollständig auf motorisierte Zweiräder und Quads. Das Bild prägten damit bewusst Technik, Geräuschkulisse und Farbe statt Pferdegespanne oder ähnliche Elemente.
🛠️ Robuste Technik und Fangemeinde: Die Dominanz von Simson-Zweirädern verweist auf die robuste Technik und die große Fangemeinde dieser Fahrzeuge in der Lausitz. Der technische Fokus ist Teil eines bodenständigen Ethos, der Tradition und Alltagstauglichkeit zusammenführt.
🗣️ Stimme aus dem Konvoi: Ein Teilnehmer, „Eric aus Weißenberg“, wurde mit den Worten wiedergegeben, er sei „aus Spaß an der Freude“ dabei und wolle auch „den Kindern was zeigen“. Seine Aussage spiegelt den Doppelcharakter der Aktion: persönliche Freude und öffentliches Zeichen.
⚖️ Rücksicht und Regeln: Gerade in einer historischen Altstadt gilt der Grundsatz der Rücksicht. Sichtbarkeit, maßvolles Tempo und die Einhaltung der Verkehrsregeln sind Voraussetzungen, damit der festliche Gruß im Straßenraum als familienfreundliche Geste erinnert wird.
- Sichtbarkeit gewährleisten
- Moderates Tempo halten
- Verkehrsregeln konsequent einhalten
📌 Einordnung: Die Görlitzer Ausfahrt der Motorrad-Santas ist mehr als ein weihnachtlicher Gag. Sie verbindet Traditionsbewusstsein und bürgerschaftliches Engagement mit einem regional geprägten Technikverständnis und schafft so eine öffentliche, zugleich bodenständige Geste.
🗨️ Kommentar der Redaktion: Solche Ausfahrten verdienen Anerkennung, wenn sie Disziplin und Rücksicht an erste Stelle setzen. Wer Gemeinschaft stiften will, muss Ordnung wahren und Lärmmaß halten. Tradition wirkt nur dann vorbildhaft, wenn sie sich an Regeln bindet statt sie auszureizen. Die historische Stadt verlangt Respekt, nicht Selbstdarstellung. Toleranz der Öffentlichkeit setzt Verlässlichkeit der Teilnehmer voraus.


