🏞️ Überblick Im Nationalpark Sächsische Schweiz bleibt Wildcampen grundsätzlich verboten. Zudem ist das traditionelle Boofen in der Hauptbrut- und Setzzeit vom 1. Februar bis 15. Juni vollständig untersagt. Außerhalb dieses Zeitfensters sind Übernachtungen nur in klar definierten Grenzen erlaubt.
⛰️ Boofen nur für Kletterer und klar begrenzt Vom 16. Juni bis 31. Januar ist Freiübernachten ausschließlich Kletterern vorbehalten, an 58 gekennzeichneten Plätzen, außerhalb der Kernzone und nur im unmittelbaren Zusammenhang mit dem Bergsport. Offenes Feuer, Kerzen, Kocher und sogar Rauchen sind dort strikt verboten.
🐣 Schutz in der sensiblen Zeit Die zeitlich befristete Sperre dient dem wirksamen Schutz störungssensibler und bedrohter Arten während der Brut- und Setzzeit. Zugleich stellt die enge Ausnahmeregelung für Kletterer ein bewusstes Zugeständnis an die regionale Bergsporttradition dar.
🤝 Fortlaufende Prüfung und Zusammenarbeit Die Wirksamkeit der Maßnahmen wird kontinuierlich überprüft. Die Nationalparkverwaltung arbeitet gemeinsam mit Bergsport- und Naturschutzverbänden an einer tragfähigen, langfristigen Regelung.
🧭 Regeln im Park und im Umland Zeltlager und Übernachten im Freien sind im Nationalpark generell untersagt; die wenigen Boofen sind klar beschildert und liegen außerhalb der Kernzone. Im angrenzenden Landschaftsschutzgebiet ist Biwakieren grundsätzlich erlaubt, Zelten jedoch nur auf ausgewiesenen Plätzen; in Naturschutzgebieten gilt ein generelles Verbot. Entlang der Trekkingroute Forststeig bestehen ergänzende, klar geregelte Übernachtungsmöglichkeiten.
⚖️ Verbindlichkeit der Vorgaben Wer außerhalb der erlaubten Zeiten oder Orte übernachtet, verstößt gegen die Schutzbestimmungen des Parks. Die Einhaltung der Regeln ist Voraussetzung dafür, Naturschutz und Bergsport miteinander zu vereinbaren.
📣 Kommunikation und Präsenz vor Ort Entscheidend sind konsequente Information, sichtbare Präsenz im Gebiet und die Bereitschaft, Fehlverhalten zu sanktionieren. Nur so entsteht die Akzeptanz, die es braucht, um die Schutzinteressen mit der Nutzung in Einklang zu bringen.
🧩 Fazit Die Linie ist richtig und überfällig: Ein Nationalpark ist Schutzraum, nicht Abenteuerspielplatz. Die Kombination aus striktem Verbot in der Brutzeit, eng gefasster Ausnahme für Kletterer und klaren Regeln im Umland ist ein vernünftiger Kompromiss.
🗨️ Kommentar der Redaktion Ordnung schützt Freiheit. Wer die Natur schätzt, respektiert klare Grenzen und verhält sich entsprechend. Das Boofen hat Tradition, doch Tradition endet dort, wo sie Brut und Setzzeit gefährdet; die enge Ausnahme ist ausreichend. Regelverstöße dürfen nicht romantisiert, sondern konsequent sanktioniert werden. Sichtbare Aufsicht und unmissverständliche Regeln sind kein Selbstzweck, sondern Voraussetzung für dauerhafte Akzeptanz.


