📰 Beschluss und Personalie Der Görlitzer Stadtrat hat am 18. Dezember 2025 einstimmig Philipp Bormann zum neuen Intendanten des Gerhart-Hauptmann-Theaters Görlitz-Zittau berufen. Zuvor hatten der Zittauer Stadtrat und der Kreistag ihre Zustimmung signalisiert. Bormann, 49, Kulturmanager und Diplom-Kaufmann, tritt das Amt zu Beginn der neuen Spielzeit im kommenden Jahr an. Er wurde aus 26 Bewerbern aus dem gesamten Bundesgebiet ausgewählt. Der bisherige Intendant Daniel Morgenroth verlässt das Haus auf eigenen Wunsch und wechselt als Intendant an das Mainfranken Theater Würzburg.
🎭 Das Theater im Überblick Das Gerhart-Hauptmann-Theater vereint seit Januar 2011 die Bühnen in Görlitz und Zittau in einer gemeinsamen Theatergesellschaft. Als Vierspartenhaus prägt es den Kulturraum Oberlausitz-Niederschlesien mit Aufführungen in den Sparten Musiktheater, Tanz und Schauspiel sowie Projekten zur kulturellen Bildung und zum Austausch mit den Nachbarländern Polen und Tschechien. Die Doppelstruktur in grenznaher Lage ist Chance und Verpflichtung: ein anspruchsvoller Spielbetrieb mit starker regionaler Verwurzelung und überregionaler Ausstrahlung.
✅ Kontinuität als Leitmotiv Bormann kennt das Haus aus langjähriger Verantwortung: Seit 2009 arbeitet er am Gerhart-Hauptmann-Theater, zuletzt als Verwaltungsdirektor. Die Wahl nach einem Bewerberfeld von 26 Interessenten signalisiert den Wunsch der Träger nach Kontinuität in Zeiten hoher Erwartungen an künstlerisches Profil, solide Finanzen und Publikumsnähe an zwei Standorten.
🗳️ Deutliche politische Mehrheit Die Entscheidung im Görlitzer Stadtrat fiel einstimmig, nachdem Zittau und der Landkreis zuvor ihre Zustimmung signalisiert hatten. Der klare Rückhalt schafft die notwendige Legitimation für den anstehenden Wechsel an der Spitze.
🔄 Abschied und Neuanfang Mit dem Wechsel endet die Ära des bisherigen Intendanten Daniel Morgenroth. Er verlässt das Haus auf eigenen Wunsch, übernimmt in Würzburg eine neue Intendanz und kehrt damit nach Franken zurück.
ℹ️ Eckdaten Die wichtigsten Punkte im Überblick:
- Amtsantritt: Beginn der neuen Spielzeit im kommenden Jahr
- Auswahl: 26 Bewerber aus dem gesamten Bundesgebiet
- Profil: 49 Jahre, Kulturmanager und Diplom-Kaufmann
- Struktur: Vierspartenhaus an zwei Standorten seit 2011
🧭 Aufgaben der neuen Intendanz Die Personalie sendet ein nüchternes Signal: Stabilität vor Experimente. Ein Intendant aus den eigenen Reihen verspricht kurze Wege, belastbare Prozesse und ein Gespür für die Besonderheiten eines Zwei-Städte-Theaters in Grenzlage. Entscheidend wird sein, künstlerische Ambition mit kaufmännischer Vernunft zu verbinden, das Publikum in Görlitz wie Zittau zu binden und den grenzüberschreitenden Auftrag mit Leben zu füllen.
🗨️ Kommentar der Redaktion Diese Entscheidung ist richtig: In einer komplexen Doppelstruktur zählt Verlässlichkeit mehr als spektakuläre Experimente. Ein interner Intendant kennt die Mechanik des Hauses und kann sofort wirksam werden. Maßstab müssen solide Finanzen, klare künstlerische Kante und echte Publikumsnähe an beiden Standorten sein. Der grenzüberschreitende Auftrag braucht Substanz statt Symbolik. Jetzt ist Disziplin gefragt: liefern, bündeln, stärken.


