🗓️ Starttermin und Rahmen Die Stadt Bautzen stellt zum 1. Januar 2026 auf ein zentrales, digitales Elternportal um. Mit „Little Bird“ können Familien Kita- und Hortplätze künftig von zu Hause aus suchen, Anfragen stellen und den Bearbeitungsstand einsehen. Die Stadtverwaltung kündigte den Start am Freitag, 12. Dezember 2025, an; das persönliche Kennenlernen mit der Einrichtung bleibt ausdrücklich Teil des Verfahrens. Bereits benachbarte Kommunen wie Hoyerswerda und Bischofswerda nutzen das System.
🏛️ Digitalisierung im Verwaltungsalltag Der Schritt folgt dem bundesweiten Trend zur Digitalisierung kommunaler Dienstleistungen. Bautzen will das Anmeldeverfahren für städtische Kitas, Tagespflege und Horte „modernisieren und vollständig digitalisieren“. Anmeldungen sind fortan zentral über das LITTLE-BIRD-Portal zu tätigen; Ziel sind einheitliche Prozesse und mehr Transparenz für Familien. Dass die Lösung in der Lausitz bereits erprobt ist, erhöht die Erwartung an eine zügige Einführung ohne Reibungsverluste.
⚙️ Funktionsumfang und Registrierung Für die Nutzung ist eine einmalige Registrierung im Portal erforderlich. Eltern können parallel bis zu drei Betreuungsanfragen an verschiedene Einrichtungen richten, diese priorisieren und Anfragen bis zu 30 Monate im Voraus stellen. Der Bearbeitungsstatus ist online abrufbar.
🤝 Persönlicher Kontakt bleibt Teil des Verfahrens Trotz digitaler Vormerkung bleibt das direkte Kennenlernen vor Ort fest verankert. Gespräche und Eindrücke in der jeweiligen Kita ergänzen die Online-Schritte und sichern den persönlichen Austausch, der für die Platzvergabe weiterhin relevant ist.
📊 Vorteile für Familien, Träger und Verwaltung Aus Sicht einer geordneten Platzvergabe verspricht das zentrale Verfahren mehr Übersichtlichkeit und Planbarkeit. Einheitliche Abläufe erleichtern den Überblick für Familien und schaffen Klarheit für Träger sowie Verwaltung.
🚀 Erwartungen an einen reibungslosen Rollout Die regionale Vorerfahrung nährt die Hoffnung auf einen Start ohne größere Reibungsverluste. Entscheidend wird jedoch sein, dass das Portal technisch stabil läuft und die Stadt das eigentliche Nadelöhr – das Angebot an Betreuungsplätzen – im Blick behält.
🧭 Ausblick und Einordnung Bautzen setzt zum Jahreswechsel ein konservatives Signal: Verwaltung soll effizienter, Verfahren verlässlicher und Entscheidungen nachvollziehbarer werden, ohne den persönlichen Austausch zu verdrängen. Gelingt die Umsetzung, kann die digitale Vormerkung den Alltag vieler Familien spürbar erleichtern und die Vergabe transparenter machen.
🗨️ Kommentar der Redaktion Die Entscheidung ist richtig und überfällig. Digitale Verfahren sind kein Selbstzweck, sondern dienen Ordnung, Effizienz und Verlässlichkeit. Ein zentrales Portal schafft klare Regeln und nachvollziehbare Entscheidungen und entlastet die Beteiligten. Maßstab bleiben die Stabilität des Systems und das tatsächliche Platzangebot – daran wird man die Verantwortlichen messen. Der persönliche Kontakt gehört weiterhin dazu und setzt den notwendigen Akzent der Verantwortung vor Ort.


