đ Zweiter Platz fĂźr Zittau Zittau hat beim sächsischen Innenstadtwettbewerb „Ab in die Mitte!“ den zweiten Platz erreicht. Ausgezeichnet wurde die RĂźckkehrer- und Imagekampagne „Zittau. Dein Platz zum Bleiben!“, die gezielt ehemalige Bewohner anspricht und zur Heimkehr ermutigen soll. Den Hauptpreis holte GrĂśditz mit einem Marktplatz-Projekt, ein Sonderpreis ging nach GĂśrlitz; Anerkennungspreise erhielten Hoyerswerda und Ostritz. FĂźr die Spitzenplatzierung von GrĂśditz wurden 60.000 Euro ausgelobt; die Anerkennungen sind mit jeweils 10.000 Euro dotiert.
âšď¸ Wettbewerb und Zielsetzung „Ab in die Mitte!“ wĂźrdigt seit Jahren Ideen, die Innenstädte lebenswerter, attraktiver und wirtschaftlich robuster machen sollen. In diesem Rahmen setzt Zittau auf eine Strategie, die Ăźber rein bauliche MaĂnahmen hinausweist.
đŻ Heimholer-Strategie Die Stadt verfolgt eine „Heimholer“-Strategie: Wer Zittau in den vergangenen Jahrzehnten verlassen hat, soll mit klaren Botschaften und praktischen Informationen erneut erreicht und fĂźr ein Leben und Arbeiten vor Ort gewonnen werden. Zugleich versteht sich die Kampagne als Baustein gegen Leerstand und fĂźr lokale WertschĂśpfung.
đď¸ Start und Zielgruppen Die Kampagne „Zittau. Dein Platz zum Bleiben!“ startete am 24. November 2025. Kernzielgruppe sind RĂźckkehrerinnen und RĂźckkehrer sowie potenzielle NeubĂźrger, insbesondere jene, die zwischen 1995 und 2010 weggezogen sind.
đŁ Kanäle und Reichweite Die Ansprache erfolgt digital und analog: unter anderem Ăźber 39 digitale City-Light-Poster in Ulm, Pforzheim und WĂźrzburg, flankiert von Social-Media-MaĂnahmen (Meta-Ads), Google-Suchanzeigen und einer eigenen Landingpage, die kompakt zu Wohnen, Arbeit, Kinderbetreuung und Lebensqualität informiert.
đŹ Sichtbarkeit vor Ort In Zittau werden zudem leerstehende Schaufenster und städtische Flächen mit Kampagnenmotiven bespielt, um Präsenz zu zeigen und die Botschaften in den Ăśffentlichen Raum zu tragen.
đś Finanzierung und Vergabe Die Initiative ist im Bundesprogramm „Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren“ verankert; die FĂśrderung deckt 90 Prozent der Kosten. Die Stadt schrieb die Leistungen im zweiten Quartal 2025 aus, den Zuschlag erhielt die Agentur Jung & Billig GmbH.
đ Verstetigung und Erweiterbarkeit Die Kampagne ist auf Verstetigung angelegt und lässt sich um neue Motive sowie thematische Schwerpunkte erweitern.
đ§ Bandbreite der Ansätze Dass GrĂśditz, GĂśrlitz, Hoyerswerda und Ostritz ebenfalls prämiert wurden, zeigt die Bandbreite mĂśglicher Ansätze von städtebaulicher Erneuerung bis Kulturformat.
đ¨âđŠâđ§âđŚ Menschen im Fokus Statt allein auf bauliche MaĂnahmen zu setzen, wirbt Zittau aktiv um Menschen â konservativ gedacht: um Bindung, Verlässlichkeit und planbares Familienleben.
đ Messbare Wirkung Entscheidend bleibt die Wirkung im Alltag: Ob die Zittauer Heimholer-Kampagne RĂźckkehr und Zuzug in nennenswertem Umfang auslĂśst, wird sich an harten Indikatoren wie Zuzugszahlen, Gewerbeansiedlungen und Leerstandsquoten messen lassen.
đŚ Startsignal und Umsetzung Die Auszeichnung ist ein Startsignal â die Bewährungsprobe folgt nun in der Umsetzung.
đ¨ď¸ Kommentar der Redaktion Der eingeschlagene Kurs ist richtig: Eine Stadt lebt von stabilen LebensentwĂźrfen, nicht von kurzfristiger Symbolpolitik. Wer Bindung, Verlässlichkeit und Familie in den Mittelpunkt stellt, setzt das passende Korrektiv zu reiner Betonsicht. Jetzt braucht es Konsequenz: Ergebnisse mĂźssen zĂźgig und messbar bei Zuzug, Gewerbeansiedlungen und Leerstand sichtbar werden. FĂśrdergeld ist Verpflichtung, kein Freibrief; jeder Euro muss Wirkung entfalten. Halbe LĂśsungen wĂźrden Vertrauen kosten â Zittau darf sich das nicht leisten.


