📰 Anschreiben und Angebot Im Landkreis Görlitz erhalten in den kommenden Tagen rund 22.600 Haushalte und Unternehmen Post von GlasfaserPlus. In dem Schreiben wird auf die Möglichkeit eines kostenlosen Glasfaser Hausanschlusses hingewiesen, sofern der Auftrag innerhalb des laufenden Förderzeitraums erteilt wird. Darauf macht das Landratsamt aufmerksam. Der Ausbau ist Teil des Graue Flecken Programms; bis 2030 strebt der Kreis eine flächendeckende Glasfaserversorgung an.
🏗️ Gefördertes Ausbauprojekt Die Maßnahme fußt auf einem geförderten Projekt des Landkreises. Am 10. November 2025 unterzeichneten der Landkreis Görlitz und GlasfaserPlus den Zuwendungsvertrag. In der zweiten Ausbaustufe sollen rund 22.644 förderfähige Adressen erschlossen werden, finanziert aus Bundes und Landesmitteln auf Basis der Gigabit Richtlinie 1.0. Die bauliche Umsetzung übernimmt die Deutsche Telekom im Auftrag von GlasfaserPlus.
🎯 Zielgruppe und bisheriger Stand Zielgruppe sind insbesondere Adresspunkte mit derzeit weniger als 100 Mbit/s. Seit 2019 wurden bereits mehr als 13.000 Anschlüsse vorbereitet oder installiert.
🧾 Was Eigentümer jetzt tun müssen Für Eigentümerinnen und Eigentümer in den Fördergebieten gilt: Der kostenlose Hausanschluss muss ausdrücklich beauftragt werden. Hierüber informiert der Kreis postalisch und auf Informationsveranstaltungen in allen Kommunen. Wer die Frist verpasst, muss damit rechnen, einen späteren Anschluss nur noch zu marktüblichen Konditionen zu erhalten.
🔌 Offenes Netz und Bandbreiten Das entstehende Netz wird als Open Access Infrastruktur betrieben und steht damit allen Telekommunikationsanbietern offen. Technisch sind heute Bandbreiten bis 1 Gbit/s vorgesehen.
📅 Zeitplan und ergänzende Vorhaben Nach der Winterpause soll der Ausbau ab Frühjahr 2026 flächendeckend anlaufen. Ergänzend verfolgt GlasfaserPlus eigens finanzierte Maßnahmen.
🧭 Einordnung und Ausblick Der Schritt ist für den ländlich geprägten Kreis Görlitz ein infrastruktureller Fortschritt und zugleich ein Test für die Verlässlichkeit staatlich geförderter Breitbandpolitik. Entscheidend wird sein, dass Verfahren, Bauabläufe und Anbieterzugang transparent bleiben und der Ausbau ohne Verzögerungen erfolgt. Für Eigentümer heißt das jetzt: Fristen prüfen, Anschluss beauftragen, informiert bleiben. Nur so wird das langfristige Ziel einer leistungsfähigen, flächendeckenden Glasfasererschließung bis 2030 realistisch.
🗨️ Kommentar der Redaktion Dieser Ausbau ist richtig und überfällig, weil er ländliche Strukturen stärkt. Wer den kostenlosen Hausanschluss will, sollte jetzt ohne Zögern beauftragen; Ausreden überzeugen angesichts der Information durch den Kreis nicht. Staatliche Förderung verpflichtet zu strikter Transparenz bei Verfahren, Bauabläufen und Anbieterzugang. Open Access und die heute vorgesehenen Bandbreiten sind sinnvoll, tragen aber nur, wenn Fristen und Termine konsequent eingehalten werden. Wer Trödeln zulässt, gefährdet das Ziel einer flächendeckenden Glasfasererschließung bis 2030; Verlässlichkeit ist jetzt das Gebot.


