📰 Görlitz sucht Regionalpartnerschaft mit Taiwan Der Landkreis Görlitz will seine Wirtschafts- und Wissenschaftsbeziehungen zu Taiwan deutlich ausbauen. Bei einem Arbeitstreffen in Berlin verständigten sich der Bundestagsabgeordnete Florian Oest und Landrat Dr. Stephan Meyer mit taiwanischen Vertretern darauf, eine offizielle Regionalpartnerschaft anzustreben.
🧭 Einbindung in Halbleiternetzwerke Ziel der Initiative ist es, Ostsachsen enger an das globale Halbleiter-Netzwerk und das sächsische Mikroelektronik-Cluster anzubinden. Eine Delegationsreise nach Taiwan soll die Kooperation in Bereichen wie Chip-Design, Maschinenbau und Energietechnik vorbereiten.
🎯 Regionale Anker und Stärken Als regionale Anker nennt der Kreis die Hochschule Zittau/Görlitz, das Deutsche Zentrum für Astrophysik (DZA) und das Forschungsinstitut CASUS. Die Nähe zum Silicon Saxony gilt als Standortvorteil; vorhandene Kompetenzen sollen sichtbar gemacht und strategisch gebündelt werden.
🤝 Ergebnisse des Berliner Gesprächs Das Berliner Gespräch, an dem unter anderem Landrat Meyer und MdB Oest teilnahmen, hatte zum Ergebnis, den Prozess hin zu einer offiziellen Regionalpartnerschaft anzustoßen und Arbeitsfelder klar zu benennen.
🧾 Arbeitsfelder der Kooperation Im Fokus stehen Halbleitertechnologien, Präzisions- und Sondermaschinenbau sowie Energie- und Produktionstechnik; zusätzlich werden Chip-Design, Maschinenbau und Energietechnik als Kooperationsbereiche genannt.
- Halbleitertechnologien
- Chip-Design
- Präzisions- und Sondermaschinenbau
- Maschinenbau
- Energie- und Produktionstechnik
- Energietechnik
✈️ Nächste Schritte Eine Delegationsreise nach Taiwan soll nächste Schritte, Formate und Ansprechpartner festlegen und damit die Umsetzung der Partnerschaft vorbereiten.
🧠 Brücke zwischen Forschung und Anwendung Wissenschaftlich sollen die Hochschule Zittau/Görlitz, das DZA und CASUS die Brücke zwischen Forschung, Ausbildung und industrieller Anwendung schlagen und so zur Rolle der Oberlausitz als Zuliefer- und Forschungsstandort beitragen.
🏛️ Landesstrategie Sachsen Sachsens wirtschaftliche Kontakte nach Taiwan werden seit geraumer Zeit intensiviert. Die Zusammenarbeit mit der Auslandshandelskammer Taiwan wurde ausgebaut, um die Präsenz sächsischer Akteure vor Ort zu stärken und den Marktzugang systematischer zu begleiten; der Görlitzer Vorstoß reiht sich in diese Strategie für mehr Wertschöpfung in Schlüsseltechnologien und robuste Lieferketten ein.
🔍 Erfolgsfaktoren und Risiken Der Ansatz ist strategisch nachvollziehbar: Entscheidend ist, aus der Ankündigung messbare Projekte mit klaren Zeitplänen, Zuständigkeiten und Finanzierung abzuleiten. Dazu zählen Ausbildungs- und Transferprogramme, zügige Genehmigungen sowie eine industriekompatible Energie- und Infrastrukturpolitik. Gelingt dies, kann die Oberlausitz von der Dynamik zwischen Sachsen und Taiwan profitieren; bleibt es bei Absichtserklärungen, droht der Standortvorteil zu verpuffen.
🗨️ Kommentar der Redaktion Wer Wertschöpfung in Schlüsseltechnologien will, muss jetzt liefern: konkrete Projekte, belastbare Budgets, verbindliche Fristen. Symbolpolitik und Reisebilder ersetzen keine zügigen Genehmigungen, verlässliche Energiepreise und duale Ausbildungsgänge. Der Görlitzer Ansatz passt zur sächsischen Linie, doch Erfolg misst sich an Taktzeiten, nicht an Absichtserklärungen. Verantwortlichkeiten gehören klar zugewiesen, Ergebnisse transparent gemessen und, wenn nötig, Kurskorrekturen ohne Zögern vorgenommen.
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