🌸 Saisonstart mit Lichtkunst Seit Samstag, 14. März 2026, hat der Lausitzer Findlingspark Nochten in Boxberg die neue Saison eröffnet. Unter dem Titel „Frühlingsleuchten“ rückt bis zum 29. März Lichtkunst den Park in den Fokus; in diesem Zeitraum ist der Besuch täglich von 10 bis 22 Uhr möglich.
🏞️ Parkprofil Der Findlingspark umfasst rund 20 Hektar und vereint etwa 7000 skandinavische Findlinge in sieben sorgfältig gestalteten Gartenwelten. Mit seiner Lage in der Oberlausitz ist das Gelände seit Jahren ein fester Anlaufpunkt für Natur- und Gartenfreunde.
🎨 Konzept und künstlerische Handschrift Für das „Frühlingsleuchten“ zeichnet der Cottbuser Lichtkünstler Jörn Hanitzsch verantwortlich. Der Park bestätigt Zeitraum und Konzept der Sonderöffnung; Hanitzsch’ Arbeiten bilden das gestalterische Rückgrat des Programms.
✨ Installationen im Überblick Angekündigt sind Installationen, die die bestehende Gartenlandschaft akzentuieren und für die Abendstunden neue Blickpunkte eröffnen.
- Leuchtende Pinguine auf einer Hangabfahrt
- XXL‑Spinnennetz mit rund 50 Metern Durchmesser
- In Szene gesetzte Bäume und Landschaftsachsen mit neuen Blickpunkten nach Einbruch der Dunkelheit
🖼️ Kuratiertes Tagesangebot Bereits tagsüber führt eine rund 200 Meter lange Open‑Air‑Galerie durch den Park, thematisch unterlegt mit Pop‑Art und einem „Pfad der Hoffnung“. Damit erhalten Besucher auch ohne Dunkelheit einen kuratierten Zugang zu Kunst und Landschaft.
👪 Programm im weiteren Saisonverlauf Über das Lichtformat hinaus sind zusätzliche Familien- und Kulturangebote geplant. Am Ostermontag beginnt das diesjährige Veranstaltungsprogramm mit einem Familienfest; am 14. Juni folgt als Neuerung das deutsch‑polnische Sommerfest „Gartenmagie“.
📊 Strategie und Ausblick Der Park setzt zum Saisonauftakt bewusst auf ein zeitlich befristetes Kunstformat, das die bestehende Gartenlandschaft akzentuiert, ohne sie zu überlagern. Entscheidend wird sein, ob die verlängerten Öffnungszeiten und die kuratierte Dramaturgie zusätzliche Besucher anziehen, ohne den Charakter des Areals zu verwässern. Mit der klaren Taktung – täglich bis 22 Uhr und Abschluss des Lichtformats am 29. März – sowie einem anschließenden, familienorientierten Programm verfolgt der Park einen konservativ‑soliden Ansatz: erst Profil schärfen, dann Publikum binden. Die Resonanz der kommenden Wochen wird zeigen, ob dieses Konzept trägt und die Lausitzer Gartenwelten auch jenseits des Tageslichts überzeugen.
🗨️ Kommentar der Redaktion Der gewählte Kurs ist wohltuend nüchtern: kein Dauerfeuer an Events, sondern ein klar begrenztes Format mit festen Zeiten. Profil entsteht nicht durch Spektakel, sondern durch Disziplin – hier liegt der Schwerpunkt auf Lichtkunst, ohne die Substanz der Gartenwelten preiszugeben. Maßhalten bleibt die Leitlinie: Angebote erweitern, Charakter bewahren. Gelingt dieser Spagat, lässt sich Publikum binden, ohne den Ort zu verbiegen. Kurz gesagt: Qualität vor Quantität, Verlässlichkeit vor Lautstärke.


