Landrat greift Anliegen der BSW/FWZ-Fraktion auf – Diskussion zur medizinischen Versorgung im Oberland angekündigt
Landkreis Görlitz. Der Kreistag des Landkreises Görlitz wird sich am 29. April 2026 in einer Sondersitzung mit der zukünftigen Krankenhausstruktur im Landkreis beschäftigen. Hintergrund ist unter anderem ein Antrag der Fraktion BSW/FW Zittau, der eine vorläufige Pausierung weiterer struktureller Veränderungen im Bereich der medizinischen Versorgung im Oberland fordert.
Die Fraktion hatte beantragt, weitere Maßnahmen zunächst auszusetzen, bis ein unabhängiges Gutachten zur tatsächlichen Versorgungssituation vorliegt. Insbesondere die Entwicklungen am Standort Klinikum Oberlausitzer Bergland in Ebersbach sorgen nach Angaben der Fraktion seit Monaten für Diskussionen und Verunsicherung in der Bevölkerung.
Dazu erklärt der Vorsitzende der Kreistagsfraktion BSW/FWZ, Jens Hentschel-Thöricht:
„Es ist richtig und wichtig, dass der Landrat dem Anliegen unserer Fraktion folgt und dem Kreistag ausreichend Zeit für eine gründliche Beratung einräumt. Bei der medizinischen Versorgung geht es um nichts weniger als die Sicherheit und Gesundheit der Menschen im Landkreis. Solche Entscheidungen dürfen nicht unter Zeitdruck getroffen werden.“
Bürger äußern Sorgen um medizinische Versorgung
Nach Angaben der Fraktion zeigen auch Rückmeldungen aus der Bevölkerung, dass die Diskussion über die zukünftige Krankenhausstruktur viele Menschen beschäftigt. So sei ein weiterer Brief von Bürgerinnen und Bürgern aus Friedersdorf bei den politischen Verantwortlichen eingegangen.
Darin schildern Anwohner ihre Sorgen über mögliche Veränderungen in der medizinischen Versorgung der Region und fordern mehr Transparenz sowie eine sorgfältige Prüfung der geplanten Maßnahmen.
Hentschel-Thöricht betont dazu:
„Die vielen Rückmeldungen aus der Bevölkerung zeigen deutlich: Die Menschen wollen Klarheit und Sicherheit. Sie erwarten zu Recht, dass zunächst objektiv geprüft wird, welche Auswirkungen mögliche Veränderungen tatsächlich auf die medizinische Versorgung im Oberland haben.“
Forderung nach unabhängiger Analyse
Aus Sicht der BSW/FWZ-Fraktion sei deshalb entscheidend, dass der Kreistag auf Grundlage eines unabhängigen Gutachtens entscheidet und nicht allein auf Basis interner Planungen.
„Wir brauchen jetzt Transparenz, eine solide Datengrundlage und eine ehrliche Bewertung der Versorgungssituation. Erst dann kann verantwortungsvoll über strukturelle Veränderungen entschieden werden“, so Hentschel-Thöricht.
Die Fraktion kündigte an, sich in der Sondersitzung dafür einzusetzen, dass die medizinische Versorgung der Bürgerinnen und Bürger oberste Priorität erhält und Entscheidungen im Gesundheitsbereich nicht allein aus wirtschaftlichen Gründen getroffen werden.
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