Pressemitteilung: Zukunft der Feuerwehrtechnischen Zentren im Landkreis Görlitz weiter offen

Verwaltung prüft verschiedene Optionen – Einbindung der Feuerwehren gefordert

Landkreis Görlitz. Die zukünftige Struktur der Feuerwehrtechnischen Zentren (FTZ) im Landkreis Görlitz bleibt weiterhin Gegenstand interner Prüfungen innerhalb der Kreisverwaltung. Das geht aus der Antwort des Landrates auf eine Anfrage des Kreistagsabgeordneten Jens Hentschel-Thöricht hervor.

Demnach betreibt der Landkreis Görlitz derzeit mehrere Feuerwehrtechnische Zentren in Görlitz, Niesky, Weißwasser und Zittau, die unterschiedliche technische und räumliche Voraussetzungen aufweisen.

Unterschiedliche Ausstattung der Standorte

Nach Angaben der Kreisverwaltung ist die technische Ausstattung der Standorte überwiegend gut bis sehr gut. Unterschiede bestehen jedoch insbesondere bei den räumlichen Kapazitäten.

Während das FTZ in Görlitz über eine sehr gute technische und räumliche Ausstattung verfügt, wird die Situation in Niesky als technisch sehr gut, räumlich jedoch nur als befriedigend beschrieben. In Weißwasser und Zittau wird die räumliche Ausstattung laut Landratsamt teilweise als mangelhaft bewertet.

Auch bei der vorhandenen Infrastruktur gibt es Unterschiede: Atemschutzübungsanlagen stehen derzeit in Niesky und Zittau zur Verfügung, während entsprechende Anlagen in Görlitz und Weißwasser nicht vorhanden sind.

Gute Auslastung – Engpässe außerhalb der Dienstzeiten möglich

Laut Kreisverwaltung sind die Feuerwehrtechnischen Zentren im Landkreis insgesamt gut ausgelastet. Gleichzeitig weist die Verwaltung darauf hin, dass an mehreren Standorten Personal nur tagsüber vorgehalten wird.

Bei größeren Schadenslagen außerhalb der regulären Dienstzeiten – etwa an Wochenenden oder nach 18 Uhr – könnten daher zusätzliche organisatorische Herausforderungen entstehen.

Verwaltung prüft Strukturmodelle

Nach Angaben des Landrates werden derzeit verschiedene Optionen zur Weiterentwicklung der bestehenden Struktur geprüft. Gespräche zu möglichen Ansätzen hätten bereits mit den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern der Städte und Gemeinden im Landkreis stattgefunden. Konkrete Entscheidungen über mögliche Veränderungen an den Standorten seien jedoch bislang nicht getroffen worden.

Der Vorsitzende der Kreistagsfraktion BSW/FWZ, Hentschel-Thöricht, begrüßt grundsätzlich die Prüfung verschiedener Optionen:

„Die Feuerwehrtechnischen Zentren sind eine zentrale Infrastruktur für unsere Feuerwehren im Landkreis. Deshalb ist es richtig, mögliche Entwicklungen sorgfältig zu prüfen.“

Beteiligung der Feuerwehren gefordert

Aus Sicht der BSW/FWZ-Fraktion sei jedoch entscheidend, dass in den weiteren Beratungen auch die Feuerwehren selbst sowie der Kreistag einbezogen werden.

„Die Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehren arbeiten täglich mit der Technik der FTZ. Veränderungen an Standorten oder Aufgaben können auch längere Wege bedeuten – etwa wenn Ausrüstung oder Atemschutztechnik gewartet werden muss. Diese praktische Perspektive muss deshalb unbedingt berücksichtigt werden“, so Hentschel-Thöricht.

Die Fraktion spricht sich daher dafür aus, mögliche Strukturmodelle transparent zu diskutieren und gemeinsam mit den Feuerwehren sowie in den zuständigen Gremien des Kreistages zu beraten.


Redaktioneller Hinweis

Hinweis der Redaktion: Die Veröffentlichung erfolgt im Rahmen einer Pressemitteilung. Für Inhalt, Angaben und dargestellte Positionen sind ausschließlich die jeweiligen Absender verantwortlich.

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