DAS NEUSTE

🚧 Intervall-Sperrung auf der RB65: Bau an Neiße-Brücken bremst Görlitz–Zittau bis September

🚧 Intervallbetrieb auf der RB65 gestartet Auf der Regionalbahnstrecke RB65 zwischen Görlitz und Zittau greift seit Dienstag, 10. März 2026, ein ungewohntes Betriebskonzept: In zweiwöchigen Intervallen werden die Züge durch Busse ersetzt. Der erste Abschnitt des Schienenersatzverkehrs läuft vom 10. bis 23. März; Bauarbeiten sind bis Ende September 2026 vorgesehen. Begründet wird das Modell mit der gleichzeitigen Sicherung des Güterverkehrs zum polnischen Kraftwerk und Tagebau Turów.

🏗️ Hintergrund: Brückenarbeiten in Polen Auslöser sind Sanierungen auf der polnischen Seite der Strecke: Zwei Grenzbrücken über die Neiße werden erneuert. Um diese Arbeiten zu ermöglichen und dennoch die Industrieversorgung nicht zu unterbrechen, fahren Personenzüge phasenweise nicht – stattdessen springt ein Schienenersatzverkehr ein. Die Ostdeutsche Eisenbahngesellschaft (ODEG) bestätigt den Bauzeitraum sowie das Intervallprinzip.

🗓️ Ablauf und Rhythmus Der Verkehrsverbund Oberlausitz-Niederschlesien (ZVON) konkretisiert den Ablauf: Zwischen 10. März und Ende September 2026 fallen auf der Linie RB65 im Abschnitt Görlitz–Zittau jeweils für rund zwei Wochen alle ODEG-Züge aus; anschließend verkehren die Züge wieder regulär – und so fort im Zwei-Wochen-Rhythmus. Die SEV-Phasen sind derzeit wie folgt geplant:

  • 10.03.–23.03.
  • 07.04.–27.04.
  • 17.05.–25.05.
  • 09.06.–29.06.
  • 14.07.–27.07.
  • 11.08.–24.08.
  • 01.09.–21.09.

🚌 Fahrzeiten und bediente Halte Die Ersatzbusse benötigen pro Richtung etwa 45 Minuten und bedienen unter anderem folgende Punkte:

  • Hirschfelde Markt (statt Bahnhof)
  • Ostritz Stadt Dresden (statt Bahnhof)
  • Hagenwerder Bahnhof
  • Görlitz Johannes-R.-Becher-Straße (statt Görlitz-Weinhübel)

⏱️ Anschlüsse und Takt Der Anschluss zur RB65 nach Cottbus ist in Görlitz mit rund zehn Minuten geplant. In Zittau ist der Nullknoten während der Busphasen nicht durchgehend erreichbar, Reisende müssen dort entsprechend früher starten. Der Wechsel zwischen Zug- und Busbetrieb verlangt erhöhte Aufmerksamkeit.

🚲 Fahrräder und Zusatzangebote Die Fahrradmitnahme im Schienenersatzverkehr ist nur eingeschränkt möglich. Zusätzlich bestellt der Verbund im März zur Hauptverkehrszeit montags bis freitags Zusatzbusse von Zittau nach Görlitz, um den Schüler- und Berufsverkehr abzusichern. Abfahrten in Zittau sind um 06:04, 07:04, 08:04 sowie 14:04, 15:04 und 16:04 Uhr vorgesehen.

📌 Ausblick und Hinweise für Fahrgäste Das Intervallmodell ist ein Kompromiss zwischen Baulogistik und Versorgungsauftrag: Der Güterverkehr bleibt möglich, der Personenverkehr wird planbar eingeschränkt. Entscheidend sind nun verlässliche Informationen, pünktliche SEV-Leistungen und klare Anschlusssicherung. Fahrgäste sollten ihre Reisen während der Bauphasen sorgfältig vorplanen und vor Fahrtantritt die aktuellen Hinweise der ODEG und des ZVON prüfen.

🗨️ Kommentar der Redaktion Die Entscheidung für den Intervallbetrieb ist unter den gegebenen Umständen sachgerecht, weil die Versorgung des polnischen Kraftwerks und des Tagebaus Priorität hat. Gleichzeitig ist es zumutbar, dass der Personenverkehr phasenweise auf Busse ausweicht, sofern Fahrpläne verlässlich sind und Anschlüsse in Görlitz und Zittau konsequent gesichert werden. Der Nullknoten in Zittau darf nicht zum Zufallsprodukt werden; hier sind straffe Koordination und pünktliche SEV-Führung zwingend. Die im März bestellten Zusatzbusse sind richtig, müssen aber bei Bedarf konsequent fortgeführt und überwacht werden. Wer plant, kommt an: Transparente Informationen durch ODEG und ZVON und Disziplin im Betrieb sind jetzt die Messlatte.

Quelle: Externe Quelle

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