🛣️ Programm für die Oberlausitz vorgestellt Das Landesamt für Straßenbau und Verkehr hat am 6. März 2026 das Bauprogramm für die Oberlausitz präsentiert. Für Autofahrer in den Landkreisen Görlitz und Bautzen bedeutet das erneut zahlreiche Sperrungen und Umleitungen, weil Bundes- und Staatsstraßen instand gesetzt, ausgebaut oder weitergebaut werden. Radio Lausitz nannte eine Auswahl der Vorhaben, die nun auf der Agenda stehen.
🧭 Finanzrahmen und Prioritäten Angesichts knapper Kassen rückt das LASuV vor allem vorbereitete und verkehrlich bedeutsame Projekte in den Fokus. Vorrang haben der Erhalt der vorhandenen Infrastruktur, die Verbesserung der Verkehrssicherheit und die Fortführung bereits begonnener Maßnahmen. Zeitpläne und Umfänge hängen vom weiteren Haushaltsvollzug, von Ausschreibungsergebnissen und von verfügbaren Umleitungsstrecken ab; Anpassungen sind daher möglich.
🛠️ Neu startende Maßnahmen Diese Vorhaben sollen neu anlaufen:
- S 119/S 120: Umbau des Kreuzungsbereichs westlich Gnaschwitz.
- S 132a: Ausbau in Zittau, Südstraße, 2. Bauabschnitt.
- B 6: Ausbau des Radwegs westlich Bischofswerda, Bauabschnitt 2.1.
- B 96: Erhaltungsmaßnahme zwischen Ebersbach und Friedersdorf, Bauabschnitte 3a und 3b.
- B 97: Brückeninstandsetzung in Hoyerswerda.
- B 97: Bau eines Wilddurchlasses bei Schwepnitz.
🔁 Fortzuführende Vorhaben Diese Projekte werden weitergebaut oder instand gesetzt:
- S 108: Fahrbahnerneuerung Lohsa–Weißkollm, 1. Bauabschnitt.
- S 143: Erhaltung der Ortsdurchfahrt Herwigsdorf mit Stützmauer und Gehweg; zudem Instandsetzung einer weiteren Stützmauer.
- S 151/S 152: Fahrbahnerneuerung Lawalde–Lauba.
- B 6: Brückeninstandsetzung bei Görlitz mit Kappenerneuerung.
- B 96: Ausbau nördlich Zittau, 2. Bauabschnitt.
- B 156: Ausbau nördlich Niedergurig–nördlich Sdier, 4. Bauabschnitt.
📣 Informationen zu Ablauf und Einschränkungen Für Detailtermine, Bauabläufe und die verkehrlichen Einschränkungen kündigt das LASuV gesonderte Mitteilungen an. Das vorgelegte Bauprogramm ist als Auszug veröffentlicht; zusätzlich sind weitere kleinere Projekte zur Netzverbesserung vorgesehen.
🚧 Verkehrliche Auswirkungen in der Region Pendler, Unternehmen und Anwohner in den betroffenen Landkreisen müssen sich auf Sperrungen und Umleitungen einstellen. Entscheidend sind tragfähige Umleitungsstrecken und eine enge Koordination, damit die Eingriffe in den Verkehrsfluss planbar bleiben.
📌 Einordnung der Schwerpunkte Das Programm setzt auf Substanzerhalt, mehr Sicherheit und das zügige Abschließen begonnener Vorhaben. Dieses Vorgehen ist vor dem Hintergrund angespannter Haushalte folgerichtig. Maßgeblich wird nun die Verlässlichkeit der Umsetzung: klare Zeitpläne, frühzeitige Information über Umleitungen und eine straffe Baukoordination. Ebenso braucht es transparente Kommunikation zu Fortschritt, Verschiebungen und Kosten, damit aus der Maßnahmenliste ein spürbarer Qualitätsgewinn auf den Straßen der Oberlausitz wird.
🗨️ Kommentar der Redaktion Der Kurs ist richtig: Erst die Substanz sichern, dann erweitern. Doch Ankündigungen allein genügen nicht; entscheidend ist Disziplin auf der Baustelle und Verbindlichkeit im Terminplan. Jede Verschiebung ohne zwingenden Grund untergräbt Vertrauen und verteuert am Ende die Infrastruktur. Wir erwarten frühzeitige, klare Umleitungsinformationen und strikte Kostenkontrolle. Wer Sicherheit und Erhalt zur Priorität erklärt, muss dies nun auch ohne Ausflüchte umsetzen.
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