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🏥 Görlitz drängt auf Entlastung: Landkreis fordert vom Bund verlässliche Pflegefinanzierung

📰Görlitz fordert Kurskorrektur Der Landkreis Görlitz hat am 28. Februar 2026 eine sofortige Kurskorrektur in der Pflegepolitik des Bundes verlangt. Eine Delegation aus Kreisverwaltung und Pflegeverbänden forderte die Deckelung der Eigenanteile in Heimen, eine stärkere Förderung der Investitionskosten, die Sicherung ambulanter Dienste sowie eine deutlich ausgeweitete Ausbildung. Sozialdezernentin Martina Weber warnte, ohne rasches Handeln des Bundes sei die pflegerische Versorgung in Regionen wie Görlitz auf Dauer nicht mehr zu garantieren. In dem Landkreis gilt bereits jeder achte Einwohner als pflegebedürftig.

📊Bundesweiter Kontext Die Sorge aus der Oberlausitz spiegelt einen bundesweiten Trend. Ende 2023 waren in Deutschland knapp 5,7 Millionen Menschen pflegebedürftig; rund 86 Prozent wurden zu Hause, 14 Prozent vollstationär in Heimen versorgt. Der Zuwachs gegenüber 2021 verdeutlicht den Handlungsdruck auf die Pflegefinanzierung und -strukturen. Zugleich zeigt die überdurchschnittliche Pflegequote im Landkreis Görlitz die besonderen Lasten demografisch geprägter Regionen.

🧾Forderungspaket im Überblick Die Delegation bündelt vier prioritäre Maßnahmen, die schnell wirken und Verlässlichkeit schaffen sollen.

  • Deckelung der Eigenanteile in Heimen für Entlastung und Planbarkeit.
  • Stärkere öffentliche Förderung der Investitionskosten, um notwendige Bau- und Modernisierungsvorhaben zu erleichtern und Bewohnerzuzahlungen zu begrenzen.
  • Sicherung ambulanter Dienste zur Stärkung der häuslichen Versorgung, die bereits den Großteil der Pflege trägt.
  • Deutlich ausgeweitete Ausbildung zur Milderung des Personalengpasses und zur Stabilisierung der Versorgung, insbesondere im ländlichen Raum.

💶Entlastung bei Eigenanteilen Die geforderte Deckelung der Eigenanteile zielt auf schnell wirksame Entlastung von Heimbewohnern und ihren Familien und schafft Planbarkeit für alle Beteiligten.

🏗️Investitionen verlässlich finanzieren Eine stärkere öffentliche Förderung der Investitionskosten würde notwendige Bau- und Modernisierungsvorhaben erleichtern und vermeiden, dass diese Lasten überwiegend über Bewohnerzuzahlungen finanziert werden.

🏠Ambulante Versorgung sichern Die Sicherung ambulanter Dienste adressiert die Leistungsfähigkeit der häuslichen Versorgung, die schon heute den Großteil der Pflege trägt, und soll die Versorgungssicherheit in den Regionen stabilisieren.

🧑‍⚕️Ausbildung ausweiten Eine deutlich ausgeweitete Ausbildung soll dem Personalengpass entgegenwirken und die Versorgungssicherheit, gerade im ländlichen Raum, dauerhaft stützen.

🧭Klarer Auftrag an den Bund Diese Punkte bündelt die Görlitzer Delegation zu einem klaren Auftrag an den Bund. Der Appell betont Dringlichkeit und Verlässlichkeit: Ohne zügige Entscheidungen drohen steigende Belastungen für Pflegebedürftige, Angehörige und Träger – insbesondere in Regionen, die den demografischen Wandel früher und stärker spüren als der Bundesdurchschnitt.

Fazit Verlässliche Finanzierung, stabile Strukturen und Nachwuchssicherung müssen jetzt politisch priorisiert werden. Ohne zügige Entscheidungen drohen steigende Belastungen für Pflegebedürftige, Angehörige und Träger – besonders in Regionen mit überdurchschnittlicher Pflegequote.

🗨️Kommentar der Redaktion Der Vorstoß aus Görlitz ist überfällig und richtig. Der Bund hat die Pflicht, die pflegerische Grundversorgung verlässlich zu sichern, statt Kosten schleichend auf Familien abzuwälzen. Die Deckelung der Eigenanteile und eine klare Investitionsförderung sind keine Wohltaten, sondern Ausdruck staatlicher Verantwortung. Ambulanter Rückhalt und eine breite Ausbildungsoffensive sind nüchterne Notwendigkeiten, nicht verhandelbare Optionen. Zögerlichkeit erhöht die Belastungen und untergräbt Vertrauen; der Bund muss jetzt mit Priorität, Disziplin und Langfristigkeit entscheiden.

Quelle: Externe Quelle

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