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🚑 Oberland-Notfallversorgung: Fraktion erhöht Druck – Sofortige Aussetzung von Klinikplänen gefordert

📰 BSW/FWZ erhöht Druck auf Landrat Im Streit um die Notfallversorgung im Oberland hat die Kreistagsfraktion BSW/FWZ den Druck auf Landrat Stephan Meyer deutlich erhöht. Nach scharfer Kritik an dessen Stellungnahme zu einem Vorfall am Klinikum Ebersbach bringt die Fraktion einen Eilantrag ein. Alle strukturellen Veränderungen am Standort sollen umgehend ausgesetzt werden. Ziel ist, Herzkatheterlabor und Intensivkapazitäten bis zur Vorlage eines unabhängigen Gutachtens zu sichern.

🧭 Hintergrund des Konflikts Auslöser ist ein Einsatz vom 10. Februar, bei dem eine Patientin reanimiert werden musste. Die Fraktion erhebt den Verdacht, dass in Ebersbach Notfallpatienten aus Kapazitätsgründen faktisch nicht aufgenommen wurden, während das Landratsamt zuvor von einer „Kapazitätsmeldung“ sprach. Gefordert werden belastbare Zahlen zu Klinikabmeldungen und ein transparentes Meldesystem.

📝 Kernforderungen des Eilantrags Nach Angaben von BSW/FWZ ist die bisherige Antwort des Landrates „lückenhaft und ausweichend“. Der Eilantrag zielt auf einen sofortigen Stopp sämtlicher Strukturmaßnahmen am Standort Ebersbach, bis ein unabhängiges Lagebild zur tatsächlichen Versorgung vorliegt. Konkret sollen Herzkatheterlabor und Intensivbetten als kritische Infrastruktur gesichert werden. Zudem wird die lückenlose Offenlegung relevanter Protokolle und Kapazitätsmeldungen verlangt, um mögliche Abweisungen und Engpässe zweifelsfrei zu klären. Die zentralen Punkte im Überblick:

  • Sofortiger Stopp sämtlicher Strukturmaßnahmen am Standort Ebersbach.
  • Sicherung des Herzkatheterlabors bis zur Vorlage eines unabhängigen Gutachtens.
  • Sicherung der Intensivbetten als kritische Infrastruktur.
  • Lückenlose Offenlegung relevanter Protokolle und Kapazitätsmeldungen.
  • Belastbare Zahlen zu Klinikabmeldungen und ein transparentes Meldesystem.

🗣️ Reaktion des Landrates Landrat Stephan Meyer weist den politischen Vorstoß als „Stimmungsmache“ zurück, verweist auf ein Missverständnis eines Rettungsassistenten und plädiert für eine interne Aufarbeitung statt öffentlicher Debatten. Damit setzt die Kreisverwaltung auf interne Klärung, während die Fraktion Transparenz nach außen fordert.

🏥 Sensible Infrastruktur im Fokus Der Fall unterstreicht die sicherheitsrelevanten Funktionen von Herzkatheterlabor und Intensivmedizin. Bevor an der Klinikstruktur weitergedreht wird, verlangen Teile des Kreistages belastbare Daten und ein unabhängiges Gutachten. Vor diesem Hintergrund gilt eine vorläufige Aussetzung von Umbauschritten als politisch folgerichtig, bis Transparenz hergestellt ist.

🧩 Nächste Schritte und offene Fragen Ob der Eilantrag eine Mehrheit findet, entscheidet sich in den kommenden Beratungen. Unabhängig davon steigt der Druck auf die Kreisverwaltung, nachvollziehbare Fakten zu liefern und offene Fragen zur Notfallversorgung am Standort Ebersbach zu beantworten.

🗨️ Kommentar der Redaktion Wenn es um akute Notfälle geht, ist Zurückhaltung bei Strukturveränderungen geboten. Ohne belastbare Daten und ein unabhängiges Gutachten darf an kritischer Infrastruktur nicht experimentiert werden. Herzkatheterlabor und Intensivbetten sind zu sichern, Punkt. Der Landrat hat nun die Pflicht, vollständige Protokolle vorzulegen und Zweifel zweifelsfrei auszuräumen. Pauschale Hinweise auf Missverständnisse ersetzen keine Transparenz. Bis Klarheit herrscht, ist ein Moratorium der einzig verantwortliche Kurs.

Quelle: Externe Quelle

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