ℹ️ Infoabend bündelt zentrale Fragen
🕖 In Görlitz wird der nächste Schritt für den Aufbau einer neuen Oberschule getan: Ein öffentlicher Informationsabend beleuchtet Konzept, Baufortschritt, Zeitplan und Anmeldeverfahren. Die Veranstaltung war für Montag, den 24. Februar 2026, um 19 Uhr im „Go Be“ an der Petersstraße vorgesehen; eingeladen hatte die Stadtratsfraktion Motor Görlitz/Bündnisgrüne/SPD. Damit werden zentrale Fragen rund um den künftigen Bildungsstandort erstmals gebündelt adressiert.
🏗️ Standort und Architektur
🏛️ Die neue Oberschule entsteht auf dem Gelände des ehemaligen Görlitzer Schlachthofs. Zwei historische Bauten werden integriert und sollen künftig Mensa, Aula sowie Verwaltung aufnehmen. Es handelt sich um den ersten vollwertigen Schulneubau in der Stadt seit 1982 – ein Projekt mit Signalwirkung über den Bildungsbereich hinaus.
📊 Investition, Kapazität und Zeitplan
💼 Für den Campus sind Investitionen von knapp 29 Millionen Euro vorgesehen. Geplant ist eine Clusterschule mit flexiblen Lernbereichen und einer Kapazität von rund 340 Plätzen. Der Regelbetrieb am Neubau ist nach aktueller Planung zum Schuljahr 2028/29 vorgesehen.
🧩 Pädagogisches Konzept Clusterschule
📚 Das Clustermodell verspricht individualisiertes Lernen durch variable Raumzuschnitte und eine engere Verzahnung von Fach- und Stammgruppen. Der Ansatz eröffnet Chancen für mehr Praxisnähe, setzt jedoch zugleich klare Qualitätskriterien, messbare Zielwerte und eine belastbare Personalplanung voraus.
📝 Kernanforderungen an die Umsetzung:
- Klare Qualitätskriterien für Unterricht und Ergebnisse
- Messbare Zielwerte zur Überprüfung des pädagogischen Fortschritts
- Belastbare Personal- und Ressourcenplanung für den Betrieb der Cluster
🏁 Frühstart und Anmeldungen
🚸 Bereits im Schuljahr 2026/2027 starten zwei fünfte Klassen vorübergehend im Ausweichobjekt an der Erich-Weinert-Straße 30 im Stadtteil Weinhübel. Der Einzug in den Neubau an der Rauschwalder Straße 73a ist für Sommer 2028 vorgesehen.
🗓️ Die Anmeldungen erfolgen gestaffelt zwischen dem 24. und 27. Februar 2026 über die Oberschule Rauschwalde. Damit flankiert die Verwaltung den politisch gewollten Ausbau der Schulkapazitäten mit konkreter Elternkommunikation und Planungssicherheit.
📌 Wesentliche Termine im Überblick:
- 24.–27. Februar 2026: Gestaffelte Anmeldungen über die Oberschule Rauschwalde
- Schuljahr 2026/2027: Start von zwei fünften Klassen im Ausweichstandort
- Sommer 2028: Umzug in den Neubau an der Rauschwalder Straße 73a
- Schuljahr 2028/29: Geplanter Regelbetrieb am neuen Campus
💶 Finanzierung und Controlling
📉 Das Vorhaben bleibt finanziell anspruchsvoll. In Zeiten angespannter Kommunalhaushalte sind Transparenz über Kostenkontrolle, Folgekosten für Ausstattung und Betrieb sowie die effiziente Nutzung möglicher Fördermittel zentral. Ebenso entscheidend sind Bautempo, verlässliche Zeitabläufe und gut geplante Übergänge vom Ausweichstandort in den Campus, um Brüche im Schulalltag der ersten Jahrgänge zu vermeiden.
🔭 Ausblick und Erfolgsfaktoren
🧭 Görlitz setzt mit der neuen Oberschule auf einen lang erwarteten Ausbau der Bildungsinfrastruktur – städtebaulich ambitioniert, pädagogisch modern und finanziell herausfordernd. Der Informationsabend ist ein notwendiger Aufschlag, ersetzt aber nicht die Pflicht zur kontinuierlichen, überprüfbaren Umsetzung. Gefordert sind klare Meilensteine, eine öffentlich nachvollziehbare Kostenentwicklung, realistische Personalgewinnung und eine nüchterne Bewertung des Clustermodells im laufenden Betrieb. Gelingt dieser Pragmatismus, kann der Campus vom Symbolprojekt zum belastbaren Bildungsangebot für die Stadt und ihr Umland werden.
🗨️ Kommentar der Redaktion
🧱 Dieses Projekt darf nicht am Anspruch scheitern, alles zugleich zu wollen. Maßstab müssen Haushaltsdisziplin, Terminzuverlässigkeit und eine nachweisbare Leistungsentwicklung der Schülerinnen und Schüler sein. Das Clustermodell ist kein Selbstzweck; es hat sich an Ergebnissen wie Abschlussquoten und Ausbildungsreife zu messen. Übergänge vom Ausweichstandort sind bruchfrei zu organisieren, sonst trägt die erste Schülerkohorte die Last. Erst wenn Kosten, Qualität und Termine gleichermaßen halten, verdient der Neubau das Prädikat zukunftsfähig.
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