✈️ China plant großen Airbus-Zukauf – Merz meldet bis zu 120 Jets

📰 Einordnung Während seines Besuchs in Peking hat Bundeskanzler Friedrich Merz am Mittwoch, 25. Februar 2026, eine in Aussicht stehende Großbestellung Chinas bei Airbus angekündigt. Demnach sollen bis zu 120 zusätzliche Maschinen geordert werden. Angaben zu Preis, Typenmix oder Lieferzeitraum liegen nicht vor. Die Ankündigung unterstreicht die wirtschaftspolitische Dimension der Reise, bleibt in ihrer Verbindlichkeit jedoch vorerst eine politische Setzung.

🤝 Hintergrundgespräche Merz traf in Peking Staats- und Parteichef Xi Jinping sowie Premier Li Qiang. Beide Seiten betonten den Willen, die bilateralen Beziehungen zu vertiefen. Zugleich verwies der Kanzler auf die Notwendigkeit fairer Wettbewerbsbedingungen.

📊 Handelsbilanz unter Druck Besonders ins Gewicht fällt das deutlich gewachsene deutsche Handelsdefizit gegenüber China. Nach Darstellung des Kanzlers liegt es inzwischen bei über 80 Milliarden Euro und hat sich seit 2020 vervierfacht. Vor diesem Befund gewinnen konkrete Industrieaufträge einerseits an Symbolkraft, andererseits an Prüfsteincharakter für die künftige wirtschaftliche Balance.

✈️ Angekündigte Airbus Order Nach dem Gespräch mit Xi erklärte Merz, die chinesische Führung werde bei Airbus eine größere Zahl zusätzlicher Flugzeuge ordern. Insgesamt ist von bis zu 120 Jets die Rede. Konkrete Vertragskonditionen von der Modellliste bis zum Auslieferungsprofil nannte er nicht.

🏭 Weitere Industrieabkommen in Aussicht Darüber hinaus stellte der Kanzler zusätzliche potenzielle Abkommen für eine ganze Reihe anderer deutscher Unternehmen in Aussicht. Diese Vorhaben sind jedoch noch nicht finalisiert. Damit bleibt der industrielle Kern der Reise derzeit im Stadium der Absichtserklärung; ob und wann daraus belastbare Bestellungen werden, ist offen.

🧩 Offene Punkte Bislang fehlen zentrale Angaben, die für die wirtschaftliche Bewertung ausschlaggebend sind. Die folgenden Aspekte bleiben unklar:

  • Preis
  • Typenmix
  • Lieferzeitraum

⚖️ Konservative Bewertung Die angekündigte China-Order wäre für Airbus ein deutliches Signal und industriepolitisch willkommen. Außenwirtschaftlich ist sie jedoch nur dann belastbar, wenn zeitnah Vertragsklarheit folgt. Aus konservativer Sicht gilt: Erst unterschriebene Aufträge und verlässliche Lieferpläne zählen.

🧭 Ausblick und Risikosteuerung Die Bundesregierung steht in der Pflicht, wirtschaftliche Chancen mit robuster Risikosteuerung zu verbinden. Dazu zählen der Abbau des Handelsdefizits und die Diversifizierung kritischer Abhängigkeiten. Die Peking-Reise liefert dafür Ansatzpunkte. Ob sie mehr ist als ein politischer Auftakt, entscheidet sich an Fakten, nicht an Formulierungen.

🗨️ Kommentar der Redaktion Politische Ankündigungen beeindrucken nur kurzfristig, verlässliche Verträge überzeugen dauerhaft. Solange weder Preis noch Modelle noch Liefertermine fixiert sind, bleibt die Wirkung begrenzt. Die Bundesregierung muss jetzt Ergebnisse liefern, das Handelsdefizit entschlossen senken und auf fairen Wettbewerb bestehen. Naiver Optimismus ersetzt keine Sorgfalt in der Risikosteuerung und keine Diversifizierung. Maßstab bleiben unterschriebene Bestellungen und pünktliche Auslieferungen.

Quelle: Externe Quelle

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Aktuelle Nachrichten

Folg uns

Folg uns auf Social Media

Verpasse keine News und Updates – folge uns jetzt!

Täglich aktuelle Nachrichten aus Zittau, der Oberlausitz und ganz Deutschland

Zittauer Zeitung | Echt. Lokal. Digital.