DAS NEUSTE

🛠️ Mentoring mit Anspruch: Sachsens Programm führt 600 Zugewanderte in Job oder Ausbildung

📰 Messbare Integrationsergebnisse in Sachsen Im Jahr 2025 begleiteten die Arbeitsmarktmentoren rund 600 Zugewanderte erfolgreich in Beschäftigung oder Ausbildung; insgesamt starteten bei 1.600 Personen Mentoring-Prozesse. Das Programm setzt auf individuelle Begleitung statt auf anonyme Maßnahmenketten, wie das Wirtschaftsministerium mitteilte.

ℹ️ Programmprofil und Finanzierung Die Arbeitsmarktmentoren gibt es seit 2016 und sie werden aus sächsischen Landesmitteln finanziert. Ziel ist es, Menschen mit ausländischen Wurzeln systematisch in Ausbildung, Arbeit oder weiterführende Qualifizierung zu bringen.

🧰 Konkrete Unterstützung im Alltag Die Begleitung umfasst praktische Hilfen, die den Einstieg in Arbeit oder Ausbildung erst möglich machen.

  • Beratung zu Aus- und Weiterbildung
  • Hilfe bei Bewerbungen
  • Begleitung zu Behörden
  • Suche nach einem Kita-Platz, wenn dieser die Arbeitsaufnahme ermöglicht
  • Unterstützung bei der Anerkennung im Ausland erworbener Abschlüsse

🎯 Schwerpunkte auf besonders benachteiligten Gruppen Aktuell richtet sich der Fokus auf weibliche Schutzsuchende sowie auf Personen ohne formale Qualifikation – Gruppen mit besonders hohen Hürden beim Einstieg in den Arbeitsmarkt.

🗺️ Strukturen und Reichweite Landesweit laufen 14 Projekte mit über 50 Mentorinnen und Mentoren in allen Landkreisen und kreisfreien Städten.

👩‍⚕️ Beispielhafter Werdegang Genannt wird eine junge Frau aus Venezuela, deren Vorqualifikation nicht anerkannt wurde und die mit Hilfe des Mentorings in eine Ausbildung zur Medizinischen Fachangestellten wechselte.

🏛️ Politische Bewertung Wirtschaftsminister Dirk Panter (SPD) spricht von einer „Erfolgsgeschichte“ und wirbt für eine Fortführung über die laufende Förderperiode hinaus.

📈 Ermutigende Bilanz mit Prüfauftrag Die Ergebnisse sind positiv, doch für eine nüchterne Bewertung zählen Nachhaltigkeit und Effizienz. Entscheidend wird sein, wie viele der vermittelten Stellen langfristig bestehen, wie schnell Anerkennungsverfahren zum Abschluss kommen und wie zielgenau begrenzte Landesmittel eingesetzt werden.

🔍 Transparenz als Grundlage für Weiterentwicklung Aussagekräftige Kennziffern zu Verbleibsdauer, Abbruchquoten und Kosten pro erfolgreicher Integration würden helfen, den Ansatz belastbar einzuordnen und gezielt zu schärfen.

🗨️ Kommentar der Redaktion Der Ansatz setzt an der richtigen Stelle an: individuelle Begleitung statt Gießkanne. Wer Integration ernst meint, muss Ergebnisse messen – nicht nur Erzählungen feiern. Deshalb braucht es harte Kennziffern zu Dauer, Abbrüchen und Kosten sowie klare Prioritäten beim Mitteleinsatz. Eine Verstetigung ist nur dann gerechtfertigt, wenn langfristige Beschäftigung nachweisbar steigt. Zugleich gilt: Anerkennungsverfahren müssen beschleunigt, aber rechtssicher bleiben. Öffentliche Gelder sind knapp; jede Maßnahme hat den Beweis ihrer Effizienz zu erbringen.

Quelle: Externe Quelle

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