🚨 Dringender Warnruf Der deutsche Generalmajor Wolf‑Jürgen Stahl warnt eindringlich vor einer weiteren Zuspitzung der Sicherheitslage in Europa. Als Präsident der Bundesakademie für Sicherheitspolitik sieht er die Gefahr, dass Russland seine Aggression ausweitet – bis hin zum Einsatz regulärer Truppen – und spricht von möglichen Folgen, „die wir uns jetzt noch gar nicht vorstellen können“. Zugleich äußert er Sorge über zögerliche politische Reaktionen im Ernstfall.
🧭 Hintergrund und Einordnung Stahl steht seit Januar 2024 an der Spitze der Bundesakademie für Sicherheitspolitik und gilt als ausgewiesener Kenner transatlantischer und bündnispolitischer Fragen. Seine jüngsten Warnungen knüpfen an eine Rede vor der Deutsch‑Britischen Gesellschaft an, in der er Europas Verwundbarkeit sowie die Anforderungen an Abschreckung und Verteidigungsfähigkeit skizzierte.
🛡️ Angriffe unterhalb der Kriegsschwelle Deutschland ist nach Stahls Darstellung bereits Ziel ständiger Cyberattacken aus Russland. Diese Aktivitäten könnten sich zu einer breiteren, auch militärischen Offensive ausweiten, sollte Moskau die Gelegenheit sehen. Wer Putins Vorgehen analysiere, müsse davon ausgehen, dass er militärische Mittel einsetzen werde, wenn sich ein Fenster öffne.
🤝 Bündnisfall und Handlungsfähigkeit Besonders kritisch bewertet Stahl die möglichen politischen Reaktionen in Europa, falls russisches Militär NATO‑Gebiet verletzen oder besetzen sollte. Dann dürfe es keine Illusionen geben: Das Bündnis müsse nicht nur de jure, sondern de facto Hoheitsgebiet rasch wiederherstellen; diplomatische Appelle allein reichten nicht.
🌐 Transatlantische Spannungen Vor diesem Hintergrund kritisiert Stahl US‑Präsident Donald Trump scharf als egozentrischen, narzisstischen, sprunghaften Dealmaker mit autoritären Neigungen. Dahinter steht die Sorge, dass innenpolitische Volatilität in Washington die Geschlossenheit der Allianz schwächen könnte – ein Risiko, das Europa durch eigene Handlungsfähigkeit kompensieren müsse.
🧩 Weckruf für 2026 Europas Sicherheit hängt nicht allein von zusätzlichem Material und höheren Verteidigungsausgaben ab, sondern von politischer Entschlossenheit, industrieller Durchhaltefähigkeit und gesellschaftlicher Resilienz. Wer Abschreckung glaubwürdig machen will, muss Entscheidungswege verkürzen, Fähigkeiten bündeln und klare rote Linien ziehen – im Bündnis und national. Vor allem braucht es die Bereitschaft, im Ernstfall schnell und geschlossen zu handeln.
📌 Handlungsschwerpunkte Die von Stahl geforderten Schwerpunkte lassen sich auf zentrale Kernpunkte verdichten.
- Entscheidungswege verkürzen und Zuständigkeiten klar ordnen
- Fähigkeiten bündeln und Kräfte wirksam vernetzen
- Rote Linien eindeutig definieren und kommunizieren
- Schnelle, geschlossene Reaktion im Ernstfall sicherstellen
- Industrielle und gesellschaftliche Resilienz stärken
🗨️ Kommentar der Redaktion Stahls Warnung ist kein Alarmismus, sondern nüchterne Lagebeschreibung. Abschreckung wirkt nur, wenn der politische Wille zur Durchsetzung des Rechts unmissverständlich ist. Wer angesichts hybrider Angriffe zaudert, lädt zur Eskalation ein. Europa muss Entscheidungswege straffen, die Rüstungsproduktion belastbar machen und die Bündnisfähigkeit praktisch beweisen. Unwägbarkeiten jenseits des Atlantiks sind kein Vorwand für Passivität, sondern ein Auftrag zur Selbstbehauptung. Sicherheit entsteht nicht durch Appelle, sondern durch glaubwürdige Stärke und die Bereitschaft, sie im Notfall anzuwenden.
Quelle: Externe Quelle

